24.04.2008 08:21 |

28 Männer verhaftet

Drogenbande ließ sich mit Sex bezahlen

Suchtgiftspezialisten des Kärntner Landeskriminalamts haben am Mittwoch eine Bande ausheben können, die Klagenfurt mit Kokain, Heroin und Hasch versorgt haben soll. Für ihre "Dienstleistungen" sollen die Männer nicht nur Geld, sondern auch Sex oder Handys genommen haben. Von den 41 Bandenmitgliedern wurden 28 vorläufig festgenommen, 19 davon in die Justizvollzugsanstalt Klagenfurt gebracht.

"Die Bande hat äußerst professionell gearbeitet", schildert Kriminalist Werner Pisnik. "So genannte Bodypacker haben die Ware in ihren Körperöffnungen von Wien nach Kärnten transportiert." Hier wurden insgesamt vier Kilogramm harte Drogen im Wert von rund 250.000 Euro vorwiegend an im Substitol-Ersatzprogramm befindliche Süchtige verkauft.

"Frauen konnten auch mit Sex bezahlen; ebenso wurden Handys oder Brillen angenommen", weiß Pisnik über die Praktiken der aus Nigeria stammenden Männer Bescheid. Als "Nebengeschäft" wurden von den schwarzafrikanischen Asylanten auch noch Illegalentransporte nach Italien und England organisiert.

Insgesamt wurden im Rahmen der polizeilichen "Arbeitsgemeinschaft WA 07" (für Westafrika) 41 Verdächtige ausgeforscht, von denen vorerst 19 hinter Gitter gebracht wurden. Weitere Ermittlungen sind noch im Laufen.

von Kerstin Wassermann, Kronen Zeitung

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