Vielen Aufschiebern ist es grundsätzlich bewusst, dass ihr Verhalten falsch ist. Man schiebt es gerne auf den inneren Schweinehund, oft fehlt uns einfach die Motivation. Vielleicht liegt es auch an den Aufgaben, die nicht selten als langweilig und sinnlos empfunden werden. Meist sind Aufschieber auch Organisationsmuffel und lassen sich durch Kleinigkeiten von der Arbeit abhalten.
Warum bin ich ein Aufschieber?
Meist tritt Prokrastination dann auf, wenn du vor einer unangenehmen Aufgabe stehst, für die eine Deadline gesetzt ist. Verpasst du diese Deadline, dann wächst der Druck und die Sorge. Und diese Gefühle lähmen dich wiederum derart, dass du nicht mehr aktiv werden kannst. Du solltest dich beobachten, in welchen Situationen du beginnst, Dinge auf die lange Bank zu schieben. Damit kannst du dir selbst eine Lösung erarbeiten.
Planung
Die richtige Planung ist der erste Schritt dazu, dass du konsequent arbeitest. Schreibe dir am Abend eine Liste, was du am nächsten Tag alles erledigen musst. Damit hast du eine Checkliste, die du Schritt für Schritt abarbeiten kannst. Die Liste sollte mit jenen Dingen beginnen, die dir am schwersten fallen – zuerst die großen Brocken, danach geht alles andere fast von alleine. Du kannst dich auch überlisten, indem du dir die Deadlines für einen früheren Zeitpunkt einträgst – so vermeidest du unnötigen Stress. Ablenkungen, wie z.B. durch E-Mails oder Telefonanrufe, solltest du, soweit möglich, vermeiden und in dafür vorgesehenen Zeiten bearbeiten. Auch zu häufige Kaffeepausen verstärken die "Aufschieberitis".
Streng sein
Manchmal hilft es, wenn du mit dir selbst ein bisschen härter ins Gericht gehst. Schimpfe mit dir selbst, wie es dein Chef vermutlich tun würde, und zwinge dich dazu zu arbeiten. Denn nur dafür bekommst du Geld. Das Aufschieben schadet deiner Karriere, weil du auf Dauer als unzuverlässig und verantwortungslos giltst. Denk an dein Image, deine Wünsche und Ziele – und dann beginn zu arbeiten.
Ein angenehmes Arbeitsumfeld schaffen
Richte dir deinen Arbeitsplatz so ein, dass du gerne arbeitest: ein ordentlicher Schreibtisch, Fotos, vielleicht ein Radio, wenn dich die Musik nicht ablenkt. Wenn du dich wohl fühlst, geht alles leichter.
Belohnung und Strafe
Auch Anreize von Außen können die "Aufschieberitis" ausschalten. Wenn du vor einer großen Aufgabe stehst, vor deren Erledigung dir schon tagelang davor graut, dann solltest du dir selbst eine Belohnung versprechen, sobald die Aufgabe erledigt ist: ein Abendessen, ein gutes Buch, ein Einkaufsbummel – was auch immer dir Spaß macht. Andererseits, wenn du es nicht in der vorgegebenen Zeit schaffst, solltest du dir eine Konsequenz überlegen: abends nicht ausgehen, kein Einkaufsbummel – kleine Dinge, die dir aber mit der Zeit verdeutlichen, warum sich das Aufschieben nicht auszahlt.
Sich helfen lassen
Du musst nicht alles perfekt machen. Konzentriere dich auf deine Stärken, für den Rest darfst du dir Unterstützung bei anderen holen. Schließlich kannst du auch helfen, wenn ein Kollege nicht mehr weiter weiß.
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