Polizist dreht durch

Drei Tote bei Streit um einen Hund in Westafrika

Ausland
17.04.2008 22:59
Ein Hund hat in Guinea-Bissau in Westafrika einen tödlichen Streit innerhalb der Polizei ausgelöst und drei Menschen das Leben gekostet. Das Tier war in Bissau, der Hauptstadt der portugiesischen Ex-Kolonie, von Passanten verprügelt worden. Wie die portugiesische Nachrichtenagentur Lusa am Mittwoch berichtete, schoss sein Herrchen, ein Beamter der Kriminalpolizei, mit seiner Waffe in die Menge, um sie auseinanderzutreiben.

Dabei tötete er zwei Menschen, darunter einen Beamten der Schutzpolizei. Der Kriminalpolizist wurde von seinen Kollegen festgenommen.

Kurz darauf stürmten mehr als 20 Schutzpolizisten das Kriminalkommissariat, um ihren Kollegen zu rächen. Sie verwüsteten Arrestzellen, ließen Gefangene frei und entführten den Todesschützen. Er wurde später tot gefunden. Seine Leiche zeigte Foltermerkmale.

Justizministerin Carmelita Pires kündigte an, die Regierung werde solche Racheakte nicht mehr dulden.

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