Telefonterror

So wehrst du dich gegen unerwünschte Anrufe

Wirtschaft
14.04.2008 08:10
Dein Telefon klingelt - du kennst die Nummer zwar nicht, hebst aber dennoch ab. Und wirst in den folgenden Minuten von einem Keiler niedergequasselt, der dir vermeintliche Gratis-Gewinnspiele aufschwatzen will und dich ganz nebenbei nach deiner Kontonummer fragt. Derartige Anrufe sind lästig, zeitraubend und äußerst unangenehm. Und können mitunter sogar Betrugscharakter haben, indem dir Gebühren verrechnet werden. Wie du dich gegen diese Anrufe schützen kannst, erfährst du hier.

Wer betreibt Telefonwerbung?
Größtenteils handelt es sich bei den Firmen um Telekommunikationsunternehmen, Zeitschriftenverkäufer und Lotterie-Anbieter. Speziell im Bereich Telefonie und Internet ist der Wettbewerb intensiv, weshalb Unternehmen hier mit besonders harten Bandagen kämpfen und nicht selten aggressiv auf Kundenjagd gehen. 

Das Risiko von Werbeanrufen ist jenes der Überrumpelung: Oft bleibt dir kaum Zeit zu überlegen, ob das Angebot wirklich gut ist bzw. wo sich eventuelle Haken befinden könnten. Die Telefonierenden sind gut geschult und arbeiten mit rhetorischen Tricks, legen dir Antworten in den Mund bzw. geben dir kaum Gelegenheit, selbst zu Wort zu kommen. Aus gutem Grund sind solche Anrufe daher auch nur mit deiner Einwilligung vor dem Anruf gültig, sie darf also nicht erst zu Beginn des Gesprächs eingeholt werden. Oft gelangt deine Nummer durch Teilnahme an Gewinnspielen in Umlauf – eine derart gegebene Einwilligung kann jedoch jederzeit widerrufen werden.

Keine Anrufe mit unterdrückter Nummer
Meist werden diese Werbeanrufe mit unterdrückter Nummer durchgeführt. So soll erreicht werden, dass du aus Neugier abhebst. Außerdem ist die rechtliche Verfolgung schwieriger. Du kannst bei deinem Anbieter beantragen, dass diese Anrufe nicht durchgestellt werden und der Anrufer in deine Mailbox kommt. 

Wie kannst du dich wehren?
Du solltest den Anrufer offensiv zur Rede stellen. Verlange seinen Namen und den der Firma, lass dich über den Grund des Anrufs informieren und darüber, wie das Unternehmen deine Nummer erhalten hat. Diese Daten kannst du dann an die zuständige Verbraucherzentrale weiterleiten. Du solltest auch darauf hinweisen, dass weitere Anrufe unerwünscht sind und deine Daten gelöscht werden sollen. Gibt der Anrufer noch immer nicht nach, dann solltest du mit rechtlichen Konsequenzen drohen bzw. einfach auflegen. Gib niemals deine Kontodaten oder andere persönliche Informationen weiter. 

Was tun, wenn du überrumpelt wurdest?

Solltest du dennoch in der Hitze des Gefechts einem Vertrag zugestimmt haben, so kannst du während einer Frist von bis zu zwei Wochen nach Erhalt einer so genannten Widerrufsbelehrung zurücktreten. Leider sind viele Zeitschriftenabonnements und Verträge über Lotto- und Wettdienstleistungen von dieser Regelung noch ausgeschlossen – entsprechende Gesetze sind in Bearbeitung. Im Zweifelsfall hilft dir Konsumentenschutz und Arbeiterkammer.
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