17.10.2002 22:37 |

Reglement

Regeländerungen undurchführbar

Am 28. Oktober trifft sich die F1-Kommission, um über zukünftige Regeländerungen zu entscheiden. Mario Theissen hält einige Vorschläge für nicht umsetzbar
Am 28. Oktober trifft sich die F1-Kommission,um über zukünftige Regeländerungen zu entscheiden.Mario Theissen hält einige Vorschläge für nichtumsetzbar.
 
Als BMW Motorsport Direktor war Mario Theissen einerder Ersten, der den Neun-Punkte-Plan der FIA in den Händenhielt. Das Papier listet alle Vorschläge für möglicheRegeländerungen in der Formel 1 auf, welche von den FIA-PräsidentenMax Mosley und Bernie Ecclestone zur Diskussion gestellt wurden.Sie sollen die Motorsport Königsklasse ab dem Jahr 2003 spannendermachen.
 
Theissen hielt sich jedoch nicht lange mit den FIA-Plänenauf. Der BMW Motorsport Direktor sagt: "Ich hörte nach demAbsatz, der vom Cockpit-Tausch der Fahrer handelt, mit dem Lesenauf. Wenn das umgesetzt wird, dann wird, so denke ich, jedes Teamden billigsten Fahrer unter Vertrag nehmen wollen, da man dieteuren ohnehin umsonst bekommt." Der FIA-Plan zum Fahrer-Tauschsieht vor, dass alle Fahrer in den ersten zehn Rennen fürzehn unterschiedliche Teams antreten müssen.
 
Auch gegen eine kurzfristige Änderung des Motoren-Regelementsbringt Theissen gute Gründe vor. Der 50-Jährige stelltklar: "Nur einen Motor pro Rennwochenende schon im nächstenJahr einzuführen, ist einfach nicht möglich. Das erforderteine Änderung des gesamten Motoren-Konzeptes, mindestensjedoch eine bedeutende Änderung der Motor-Ausrichtung. Daskann nur bis 2004 durchgeführt werden."
 
Der BMW Motorsport Direktor erläutert die Hintergründe:"Unter normalen Voraussetzungen und beständigem Regelwerkwürden wir mit der Motorentwicklung für die kommendeSaison im Januar oder Februar beginnen. Bei einer Regeländerungmüssten wir jetzt kurz vor Jahresende beginnen und so erkenntman: es gibt keine Chance, dass wir dies bis zum nächstenJahr durchführen."
 
Ohnehin hat BMW bereits jetzt den Motor fürdie kommende Saison entwickelt. Der P83 überstand bereitserfolgreich erste Tests auf den Prüfständen in Münchenund Fahrten auf dem Grand-Prix-Kurs von Barcelona.
Dienstag, 22. Juni 2021
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