15-Jährige tot

Mädchen vom Arzt entlassen und dann gestorben

Österreich
05.03.2008 08:46
Nach dem Tod eines 15-jährigen Mädchens in der Steiermark ermittelt nun die Justiz wegen des Verdachts der Verletzung der Sorgfaltspflicht gegen das AKH Oberwart. Ärzte hatten die wegen Symptomen eines harmlosen Infekts gekommene Sandra Z. nach Hause geschickt. Ein fataler Irrtum: Die vermeintliche Grippe entpuppte sich als tödliche Meningokokken-C-Infektion.

Mit Symptomen eines harmlosen Infekts war die 15-Jährige am vergangenen Mittwoch ins AKH Oberwart gekommen - auf Überweisung ihres Hausarztes. Nach der Untersuchung schickte man das Mädchen wieder nach Hause. Ein fataler Fehler, denn bis zum Vorliegen des Befundes verschlechterte sich ihr Zustand rapide. "Sie übergab sich und konnte sich nicht mehr allein anziehen", schildert Vater Ehrenfried Z. die dramatischen Momente.

Als die Blutwerte da waren, schrillten im Spital die Alarmglocken. Auf der 30-Kilometer-Rettungsfahrt verlor Sandra das Bewusstsein. Als sie mit dem Hubschrauber nach Graz überstellt wurde, war es zu spät.

Staatsanwalt ermittelt
Jetzt ermittelt der Staatsanwalt auf Verdacht der Verletzung der Sorgfaltspflicht. "Hoffentlich bleibt anderen Familien so ein Schicksal erspart", sagt der Vater.

von Eva Molitschnig und Christian Schulter; Kronen Zeitung

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