17.10.2002 14:10 |

Arktis

Eisgrenze schwindet bedrohlich!

Nach Angaben des Bremerhavener Alfred-Wegener-Institutes hat sich die Eisgrenze der Arktis überraschend schnell nach Norden zurückgezogen. Dies berichtet die Besatzung des Forschungseisbrechers Polarstern, der am Dienstag von einer viermonatigen Reise in die Arktis zurückkehrte.
Globale Erwärmung ist Schuld
"Die Vermutung, dass diese Situation von der globalenErwärmung herrührt, liegt bedrohlich nahe", sagte derwissenschaftliche Fahrtleiter Wilfried Jokat. Es könne sichaber auch um eine natürliche Schwankung in der Eisbedeckunghandeln.
 
Der Rückzug der Eisgrenze erschwerte den Angabenzufolge auch die Expedition der Polarstern, die unter anderemLebewesen im Eis und in der Tiefsee untersuchen sollte. Die Forschermussten nach Angaben des Instituts lange nach geeignet großenund stabilen Eisschollen suchen, um sich dort sicher aufhaltenund ihre Geräte aufbauen zu können.
 
Warmes Atlantik-Wasser
Ebenso überraschend wie die Eissituation wares für die rund 100 Wissenschaftler an Bord, dass aus derArktis wieder in größerem Umfang kaltes Wasser in TiefenströmenRichtung Süden fließt. Zugleich halte aber der Zustromwarmen Atlantik-Wassers Richtung Arktis an, hieß es. Warumder kalte Strom zur Zeit wesentlich stärker fließtals in den vergangenen zehn Jahren, wollen die AWI-Wissenschaftlernun in den Untersuchungen der Schwankungen im Arktis-Klima feststellen.
Sonntag, 16. Mai 2021
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