Das neue Auto ist vielmehr eine Revolution denn eine Evolution. Bereits Mitte der vergangenen Saison hatte Renault die Weiterentwicklung des R27 wegen mangelnder Sinnhaftigkeit eingestellt. Volle Konzentration galt fortan dem neuen Modell, in dem Alonso und sein neuer Teamkollege Nelson Piquet jr. wieder regelmäßig um Podestplätze mitfahren sollen.
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Gerade einen einzigen Podestplatz hat 2007 der Finne Heikki Kovalainen als Zweiter in Japan eingefahren, der italienische Teamkollege Giancarlo Fisichella überhaupt keinen. "2007 war ein Desaster", gestand Renault-Chef Flavio Briatore. Seine Hoffnung setzt Renault in ein fast gänzlich neues Auto und in die Rückkehr von Superstar Alonso, mit dem die Franzosen 2005 und 2006 sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurs-WM gewonnen hatten. "Dass er wieder da ist, gibt uns sehr viel Motivation", meinte Briatore. "Und vielleicht hat er bei McLaren sogar ein bisschen was gelernt."
Alonso jedenfalls gab sich bedeutend lockerer und zugänglicher als in Zeiten, in denen das McLaren-Stallduell mit Jungstar Lewis Hamilton die Schlagzeilen dominiert hatte. Mit Weltmeister-Sohn Piquet erhält der Spanier zwar neuerlich einen aufstrebenden Formel-1-Debütanten zur Seite gestellt, dieser gab sich allerdings vorerst noch ehrfürchtig.
Der neue Bolide hat drei Frontflügel
Der R28 selbst wurde vor fast 500 Medienvertretern im Kommunikationszentrum des Renault-Konzerns im Pariser Vorort Boulogne-Billancourt enthüllt - eingeleitet von einem Videoclip mit passender Musik: "Our Hopes and Expectations". Markanteste Änderungen am Auto sind ein Dreifach-Frontflügel sowie die völlig anders befestigte Vorderradaufhängung. Die weit nach unten gezogene Nase erinnert etwas an jene des Ferrari, mit dem der Finne Kimi Räikkönen im Vorjahr seinen ersten WM-Titel eingefahren hatte.
Die Italiener hat Alonso auch 2008 ganz oben auf der Rechnung. "Ich glaube, dass Ferrari zu Saisonbeginn das Tempo vorgeben wird", erklärte der Doppelweltmeister, dem immer wieder nachgesagt wird, früher oder später für die Scuderia fahren zu wollen. "Aber es ist gut für uns, wenn alle nur über Ferrari und McLaren reden. Dann haben wir bessere Möglichkeiten, uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren. Wir hoffen, dass wir stark genug sind, um mit den Top-Teams mithalten zu können."








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