Legionärssextett

Sechs Österreicher in der zweiten deutschen Liga

Fußball
31.01.2008 14:05
In der deutschen Bundesliga sind drei ÖFB-Legionäre mit von der Partie, in der zweiten Liga, die ebenfalls am Wochenende mit der 18. Runde aus ihrem Winterschlaf erwacht, verdienen sechs Österreicher ihr Brot. Es sind dies die Torhüter Ramazan Özcan (TSG 1899 Hoffenheim) und Michael Langer (SC Freiburg) sowie die Verteidiger Andreas Ibertsberger (Hoffenheim), Robert Schellander (SpVgg Greuther Fürth), der verletzte Patrick Pircher (FC Augsburg) und der Mittelfeldspieler Julian Baumgartlinger (TSV 1860 München).

Von diesem Sextett besitzen auf dem Papier die Freiburger (30 Punkte), die Fürther (29) und die Münchner (28) noch reelle Chancen auf den Aufstieg ins Oberhaus. Das Trio liegt in der Tabelle nur knapp hinter Spitzenreiter Borussia M'gladbach (36), FSV Mainz (31) und 1. FC Köln, die derzeit die begehrten Aufstiegsränge einnehmen. Manche trauen aber auch den achtplatzierten Hoffenheimern (22) noch den Durchmarsch von der Regional- in die Bundesliga zu.

Hoffenheim rüstet massiv auf
Der Neuling, der das Jahr mit einem 2:1 im Cup-Achtelfinale gegen Hansa Rostock eröffnet hat, investierte in der Winterpause nochmals in neue Spieler. Neben Özcan wurde unter anderem auch noch Ibertsberger verpflichtet. Mäzen Dietmar Hopp, der nur wegen des Cup-Auftritts seinen Floridaurlaub unterbrochen hatte, plant mit der Rangnick-Truppe schon Großes für die Zukunft. Das Projekt des Milliardärs in dem 3.300-Einwohner-Ort zählt zu den interessantesten im deutschen Fußball.

Hopp, der wie in Österreich Frank Stronach oder Richard Trenkwalder Millionen in den Fußball pumpt, lässt derzeit schon ein neues, 30.000 Zuschauer fassendes Stadion an der Autobahn in der Nähe von Sinsheim bauen. Zur Fertigstellung 2009 wollen die ambitionierten Hoffenheimer, die zu den Heimspielen an die 6.000 Besucher zählen, schon in der ersten Liga und neuen Arena spielen. In den Prognosen der Trainer kommt der "schlafende Goliath" in dieser Saison allerdings noch nicht vor.

Daum hat den Aufstieg im Visier
Christoph Daum, der Kölner Trainer mit Austria-Vergangenheit, hat nach zwei Spielzeiten in der Zweiten Liga nur sein "Kölle" und den Aufstieg im Visier. "Ich bin zu 100 Prozent überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen werden. Ich werde mit meiner ganzen Energie dafür arbeiten, dass die Fans im Sommer feiern können", posaunte der 54-Jährige. Vorsichtiger ist Jos Luhukay vom Herbstmeister Gladbach. "Man weiß nie, was passieren kann. Die vier Vereine, die oben eng beisammen stehen, plus Fürth und München werden das Rennen um den Aufstieg bestreiten", glaubt der Niederländer.

Nach unten müssen sich hingegen Pirchers Augsburger richten, sie befinden sich als Tabellen-12. nur vier Punkte von der Grauzone entfernt. Noch tiefer im Sumpf befindet sich der 1. FC Kaiserslautern, der als Drittletzter vom rettenden 14. Rang drei Zähler entfernt ist. Bei den Pfälzern besitzt der frühere ÖFB-Teamspieler Stefan Lexa zwar noch einen Vertrag bis Sommer, hat in dieser Saison aber noch kein Spiel bestritten und scheint auch nur noch im Amateurkader auf.

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(Bild: KMM)



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