Wiederholungstäter

Vorbestrafter Pfarrer in Bayern missbrauchte Bub

Ausland
31.01.2008 15:52
Wegen schweren Kindesmissbrauchs ist der ehemalige Pfarrer von Riekofen in Bayern von der Regensburger Staatsanwaltschaft angeklagt worden. Der bereits einschlägig vorbestrafte Geistliche soll sich im Lauf von zwei Jahren 22 Mal an einem Buben vergangen haben. Der 40-Jährige wurde aus der Untersuchungshaft inzwischen in die Psychiatrie verlegt – dort wird er vermutlich für die nächsten paar Jahre bleiben müssen.

Der Pfarrer war schon im Jahr 2000 wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Trotzdem wurde er vom Bistum Regensburg schon im Jahr darauf in Riekofen wieder als Seelsorger eingesetzt.

Kurz nach Ablauf der Bewährungsfrist habe er Anfang 2004 damit begonnen, an einem damals Elfjährigen sexuelle Handlungen vorzunehmen, erklärte ein Justizsprecher am Donnerstag. Bis August 2006 soll es zu 22 Übergriffen gekommen sein. Dass er Gewalt anwendete oder Verkehr mit dem Buben hatte, schließen die Ermittler aus. Der Pfarrer wurde im August 2007 verhaftet.

Unterbringung in "Geschlossener" wahrscheinlich
Die Schuldfähigkeit des Mannes, dessen Verteidiger ein Geständnis ankündigte, ist Gutachtern zufolge erheblich vermindert. Weil von ihm ohne therapeutische Maßnahmen eine erhebliche Wiederholungsgefahr ausgehe, strebt die Staatsanwaltschaft neben einer Bestrafung auch seine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Sexueller Kindesmissbrauch wird in Deutschland mit einem halben bis zehn Jahren bestraft.

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