Nach dem Entwurf sollen spezielle Maßnahmen für jugendliche Straftäter finanziert werden. Die Idee der Abgabe wurde nun auch von verschiedenen Umweltschutzorganisationen in New Mexico aufgegriffen, die das Geld gerne in Erziehungscamps gegen Übergewicht investieren möchten.
Derzeit werden beispielsweise im Bundesstaat Wisconsin jährlich an die 30.000 minderjährige Straftäter verurteilt. Meist liegen nur kleine Delikte vor, dennoch werden sie nach einem Justizsystem für Erwachsene behandelt. Erpenbach würde mittels Videospiel-Abgabe daher gerne in spezielle Jugendstrafanstalten und Erziehungsprogramme investieren.
Finanzierung von Outdoor-Programmen möglich
Auch die Umweltschutzallianz "Leave no Child Inside", die sich insbesondere für Outdoor-Programme stark macht und gegen die zunehmende Fettleibigkeit von Kindern auftritt, hat bereits konkrete Vorstellungen, wo das Geld hinfließen sollte. Laut Vertretern der Initiative würden die Verbraucher nur wenig von einer einprozentigen Steuer spüren und dennoch kämen dadurch rund vier Millionen Dollar jährlich für die Förderprogramme zusammen.
Zusammenhang umstritten
Videospiel-Experten und Gamingfans zeigen sich allerdings wenig begeistert von den Vorschlägen zu der Abgabe. Republikanische Abgeordnete fragen inzwischen bereits öffentlich danach, was Videospiele und Unterhaltungselektronik mit dem Jugendstrafvollzug zu tun hätten und stellen sich gegen eine Steuererhöhung auf einer solchen Basis. Auch der Branchenverband Entertainment Software Association (ESA) wehrt sich gegen die Idee und befürchtet eine Behinderung des Wachstums.
Der US-Senator zeigt sich indes gesprächsbereit und will auch Alternativvorschläge für die Finanzierung der Justizreformen entgegennehmen.











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