Sturm-Schäden

Orkan streift die Versicherungen

Steiermark
31.01.2008 10:34
Einige hundert steirische Familien müssen immer noch ohne Strom leben, andere wiederum hoffen auf den Weg in die Normalität. Zertrümmerte Scheiben, Beulen im Auto, abgedeckte Dächer, zerstörte Häuser - nach dem Sturm vom Wochenende kommt auf die Besitzer und die Versicherungen einiges zu. Doch wer zahlt eigentlich was, wieviel und wofür?
Für Sturmschäden am Eigenheim kommt grundsätzlich eine eigene Sturmversicherung auf", sagt Helmut Hörzer, Versicherungsexperte der Grazer Agentur Brombauer & Partner. Im Klartext: Hat "Paula" Teile vom oder das gesamte Dach abgedeckt, die Fassade heruntergerissen oder einen Baum auf das Haus gefegt, ist der Schaden durch diese Versicherung gedeckt. Kommt es in der Folge zu Schäden am Hausrat - es regnet hinein, zerstört den Teppich - kommt die Haushaltsversicherung ins Spiel.

Prinzipiell gilt der Grundsatz: "Alles, was untrennbar mit dem Haus verbunden ist, ist in der Sturmversicherung inkludiert", sagt Hörzer. Wenn der Orkan den Zaun zerstört hat, muss der in der Polizze angeführt sein - sonst bleibt man auf den Kosten sitzen, warnt der Experte. Das gleiche gilt auch für Satelitenschüsseln.

Beweislast liegt beim Geschädigten
Schwieriger ist es mit den Schäden an Autos ohne Kasko - wer nur haftpflichtversichert ist, muss Sturmschäden (von Sturm spricht man ab Windgeschwindigkeiten über 60 Stundenkilometer) selbst zahlen. Schäden durch Bäume oder herabfallende Hausteile gelten als "höhere Gewalt"; egal, ob sie parkende, fahrende oder haltende Fahrzeuge betreffen. Zurückholen kann man sich Kosten nur, wenn Bäume schon vor dem Sturm morsch oder Häuser baufällig waren. Das Problem: "Die Beweislast dafür liegt beim Geschädigten".

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