24.07.2003 17:01 |

Quiz-Shows

Alltagswissen versus akademische Bildung

Einer deutschen Studie zufolge schneiden Menschen ohne höhere Bildung bei Wissensspielen besser ab als Akademiker. Entscheidend sei nicht die Lektüre von Fachliteratur, sondern das Verhalten beim Sammeln von Infos im täglichen Leben.
Der Wissenschaftler Joachim Prinz hat 149 Personenunter die Lupe genommen, die bei der deutschen Quiz-Show "Werwird Millionär" mitgemacht haben. Im Hinblick auf die Gewinnsummeschneidet "Otto Normalverbraucher" durchschnittlich besser abals die meisten Intellektuellen. "Die These, dass höher gebildeteMenschen mehr Geld einspielen als Nicht-Akademiker lässtsich nicht halten", so Prinz.
 
Breites Fragenspektrum als Grund
Nach Ansicht des Forschers liegt die Ursache fürdieses unerwartete Ergebnis vor allem im breit gefächertenSpektrum der Fragen. Häufig werden auch Wissensgebiete wieShow-Biz, Sport und Pop abgefragt, die von Akademikern meistensnicht mit großem Interesse verfolgt werden. Prinz behauptet,dass Fernsehen oder das Lösen von Kreuzworträtseln mehrhilft als das in langen Studienjahren erworbene Wissen.
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