
Bartholomäus Resch (60), Betreiber der Agip-Tankstelle in Abtenau, kann es noch immer nicht fassen: Sein bester Freund, der auch bei ihm zu Hause ein und aus ging, bestahl ihn offenbar schon seit zehn Jahren.
"Am Land vertraut man den Leuten noch"
"Ich habe bei der Tankstelle ein Stüberl dabei. Da kam er immer Kaffee trinken. Wenn ich mal raus bin, habe ich nicht geschaut, was er macht. Am Land vertraut man den Leuten noch", erzählt Resch. Immer wieder bemerkte er, dass Geld fehlte. Als er mit dem Skilehrer darüber sprach, schob dieser anderen die Schuld in die Schuhe.
"Er hat die Mitarbeiter, meinen Sohn, meinen Neffen und mich gegeneinander ausgespielt", weiß Resch nun. Sein Sohn Bartholomäus (30) und dessen Cousin Simon Wallinger (25) vermuteten aber schon den Skilehrer hinter den Diebstählen und griffen zu einer List: Sie montierten eine Kamera.
Und siehe da: Die Kamera nahm nicht nur einmal auf, dass der Freund des Vaters in die Kasse griff: "In einem Monat hat er 20-mal gestohlen, auch Zigaretten und Süßigkeiten", verrät Resch.
Über 100.000 Euro erbeutet
Für den diebischen Skilehrer klickten am Montag die Handschellen. Er dürfte mehr als 100.000 Euro erbeutet haben, die er für Luxusreisen und seine Freundin in Ungarn ausgegeben haben soll. "Bei uns wurde schon dreimal eingebrochen. Vielleicht war er das auch", mutmaßt Bartholomäus Resch.
Von Manuela Kappes, Kronen Zeitung
Symbolbild










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