Über viele Monate war der Stromtarif Causa Prima im Land; via Aussendungen sowie Inseraten schleuderte man den politischen Mitbewerbern Argumente um die Ohren. Während die VP einer generellen Preissenkung laut das Wort redete, forcierte die SP einen Bonus für alle, deren Nettoeinkommen 1600 nicht übersteigt. Ein Notausstieg quasi, weil die Miteigentümer der EStAG - Verbund und EdF - Senkungen kategorisch ausgeschlossen haben.
Funkstille
Am 15. Jänner jedoch kam der Landtag, zu einer gemeinsamen Lösung, die Menschen durften sich über den "Strom-70er" freuen. Nur, mittlerweile sind zwei Wochen ins Land gezogen, und es herrscht absolute Funkstille. Aus den Gemeinden, die den Bonus administrieren sollten, tönen heftige Proteste, "weil man die Leute blöd sterben lässt." Und: "Genau so produziert man die viel zitierte Politikverdrossenheit."
In Wahrheit ist die Politik im Dilemma: Der Beschluss war gut und schön, doch bedarf es eines Formalaktes im Aufsichtsrat. Letzterer tagt erst wieder am 11. März, da wird die Bilanz abgesegnet und der Gewinn verteilt. Und für die Dividende, aus der der Bonus überhaupt bezahlt werden soll, braucht es noch die Zustimmung der Hauptversammlung, die wiederum erst am 3. April tagen wird. Das erfuhr die "Steirerkrone" bei ihren Recherchen.
Vielleicht doch Vorfinanzierung?
Damit die Menschen im Land sich nicht noch weiter "gepflanzt" fühlen, will die SP jetzt mit Finanzlandesrat Christian Buchmann über eine Vorfinanzierung verhandeln. Gibt es Zustimmung, könnte mit der Auszahlung am 12. März begonnen werden. Administriert wird dann (Lohnzettel nicht vergessen) von Gemeindeämtern, in der Landeshauptstadt Graz vom jeweiligen Bezirksamt.
Symbolbild









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