30.01.2008 13:23 |

Vorwahlen in Florida

Klare Siege für McCain und Clinton

Der Republikaner John McCain und die Demokratin Hillary Clinton sind am Dienstag als Sieger aus den Vorwahlen im US-Staat Florida hervorgegangen. Senator McCain konnte die Abstimmung bei den Republikanern relativ klar für sich entschieden. Nach Auszählung von 72 Prozent der Wahlbezirke erhielt er 36 Prozent der Stimmen, sein schärfster Konkurrent Mitt Romney 31 Prozent. Rudolph Giuliani landete mit 15 Prozent weit abgeschlagen und steht somit vor dem Aus für seine Kandidatur. Bei den Demokraten feierte Hillary Clinton einen klaren Sieg vor ihrem Rivalen Barack Obama - der Triumph ist allerdings nur symbolisch, da die Landespartei in Florida keine Delegierten zum nationalen Parteitag entsendet, wo der letztendliche Kandidat nominiert wird.

Es war bereits der dritte wichtige Sieg für McCain im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur. Er hatte bereits in New Hampshire und South Carolina seine Mitbewerber hinter sich gelassen und geht jetzt als Favorit in den so genannten "Super Tuesday" am kommenden Dienstag. Dann wird in mehreren bevölkerungsreichen Staaten abgestimmt wird, darunter Kalifornien, New York, New Jersey und Massachusetts.

Der frühere Bürgermeister von New York, Rudolph Giuliani, der abgeschlagen auf dem dritten Platz landete, hatte sich in seinem Wahlkampf vorwiegend auf Florida konzentriert. Dort erhoffte er sich einen quantitativ und qualitativ ausschlaggebenden Sieg. Beides trat jedoch nicht ein. Amerikanische Medien berichten, Giulianis Kandidatur stehe somit kurz vor dem Aus.

Barack Obama in Florida chancenlos
Bei den Demokraten siegte die Senatorin Hillary Clinton mit 50 Prozent der Stimmen vor Barack Obama mit 32 Prozent. Die Wahl hat bei den Demokraten aber keine direkten Auswirkungen auf die Nominierung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten.

Weil die Landespartei den Wahltermin entgegen den Parteistatuten vorverlegte, darf Florida keine Delegierten zum Nominierungsparteitag entsenden. Bei den Republikanern werden 57 Delegierte statt der üblichen 114 aus Florida zum entscheidenden Parteitag reisen. Auch die Republikaner sanktionierten die Landespartei für den vorverlegten Wahltermin.

McCain zuversichtlich für "Super Tuesday"
McCain jedenfalls geht jetzt gestärkt in den "Super Tuesday" in der nächsten Woche. Bei den dann anstehenden Vorwahlen und Wählerversammlungen der Republikaner in 21 US-Staaten ist bereits eine Vorentscheidung möglich. Dort geht es um insgesamt 1.023 Stimmen. Für einen Sieg auf dem Parteitag im Sommer sind 1.191 Delegiertenstimmen notwendig.

"Das zeigt eines. Ich bin ein konservativer Führer, der die Partei einen kann", sagte McCain nach dem Wahlsieg. Wie aus Parteikreisen verlautete, sprechen Berater von McCain und Giuliani bereits darüber, ob Giuliani McCain in Kalifornien unterstützt. Das deutet darauf hin, dass sich Giuliani aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur nach seiner Niederlage in Florida verabschiedet. Dagegen hat der konservativ-religiöse Mike Huckabee angekündigt, im Rennen zu bleiben.

Bei den Demokraten hat das Ergebnis für die Nominierung nach bisherigem Stand keine Bedeutung. Trotzdem waren am Dienstag aber viele Demokraten in die Wahllokale gekommen. Hillary Clinton bekräftigte unterdessen bei einer Siegesfeier in Davie (Florida) die Absicht, für eine Anerkennung der Stimmen in Florida und Michigan zu kämpfen.

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