Davis-Cup-Schlager

Die USA kommen mit ihren Stars nach Wien

Sport
30.01.2008 15:13
Für den großen Davis-Cup-Heimschlager Österreich gegen die USA (8. bis 10. Februar) im Wiener Dusikastadion sind seit Dienstag auch die Protagonisten bekannt. Der Rekordsieger und Titelverteidiger kommt mit den beiden Top-Ten-Spielern Andy Roddick und James Blake sowie dem weltbesten Doppel Bob und Mike Bryan in die Bundeshauptstadt. ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller nominierte seinerseits Stefan Koubek, Jürgen Melzer, Werner Eschauer und Julian Knowle für das Erstrunden-Treffen der Weltgruppe.

"Die USA sind Titelverteidiger, sie kommen mit dem kompletten Team. Sie sind voll motiviert und nehmen uns ernst. Für uns ist das eigentlich ein Kompliment, dass sie so anreisen", meinte Österreichs derzeitige Nummer 1, Stefan Koubek. Der 31-jährige Kärntner, den zuletzt in der dritten Runde gegen Paul-Henri Mathieu (FRA) nur zwei Punkte vom Achtelfinale bei den Australian Open getrennt hatten, bekam von Kapitän Schaller schon vorweg das Vertrauen ausgesprochen und wurde bereits als Fixstarter im Einzel genannt.

Koubek in Hochform
Schaller hat Koubeks Auftritte in Melbourne aus der Ferne im TV verfolgt. "Es ist schön, dass er die Form aus dem Herbst mitgenommen hat. Wenn er dieses Niveau auch beim Davis Cup halten kann, können wir uns auf sehr spannende Partien von ihm freuen", so der Kapitän, dessen Team erstmals am kommenden Dienstag im Dusikastadion trainieren wird. Man werde den Sandplatz im für 6.500 Zuschauer geplanten Stadion allerdings nicht zu langsam machen. Das US-Team kommt ab Sonntag in Etappen.

Der legendäre Schauplatz aus Zeiten eines Thomas Muster wird ja erstmals seit 12 Jahren wieder einen Davis Cup in Wien beherbergen, der Platz wurde allerdings um 90 Grad gedreht und ermöglicht es dem Publikum daher, wesentlich näher am Court zu sitzen.

Blake spielt nicht gerne auf Sand
Selbst wenn Koubek und Melzer Hartplatz als ihren Lieblingsbelag nennen, hat man in diesem Fall nach der unangenehmsten Variante für die Gäste gesucht. Schaller: "Es galt primär, die Amerikaner so gut es geht zu schwächen." Zwar können Roddick und auch die Bryan-Zwillinge auf Sand sehr gut spielen, aber ausgerechnet James Blake, der in Melbourne mit einem Viertelfinale am besten abschnitt, fühlt sich auf Sand gar nicht so wohl. Und dies wird wohl der Ansatzpunkt zur möglichen Überraschung sein.

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(Bild: KMM)



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