Lokalaugenschein

Sieben Wochen nach "Öffnung" der Grenzen

Steiermark
30.01.2008 13:38
Seit dem 10. Dezember 2007 ist das Schengen-Abkommen mit Slowenien in Kraft. Erhöhtes Verkehrsaufkommen und "Einkaufs-Pendler" sind die ersten Folgen. Die Wirte in den Grenzgebieten freuen sich, und auch die Menschen in beiden Ländern gewöhnen sich langsam an die neue, grenzenlose Freiheit...

Eine ältere Dame ist trotz unfreundlicher Temperaturen mit dem Rad Richtung Slowenien unterwegs. Nur "zum Schauen" will sie nach Gornja Radgona hinüberfahren, weil das "jetzt so einfach ist" und die Preise vergleichen. Zur gleichen Zeit steuern zwei slowenische Paare das Einkaufszentrum am Stadtrand von Bad Radkersburg an, weil es dort Produkte gibt, die sie in Slowenien nicht bekommen. Und, man staune, einige Sachen sind in Österreich sogar billiger!

Frequenz-Steigerung der Wirte
Eine Frequenz-Steigerung können die Wirte im grenznahen Raum vermelden. Dies hat aber weniger mit der Grenzöffnung zu tun, sondern liegt am strengen Rauchverbot in Slowenien. "Viele kommen, um nur kurz etwas zu trinken und die eine oder andere Zigarette zu rauchen", schildert ein Radkersburger Wirt. Umgekehrt fahren immer noch viele Steirer zum Sprit- und Zigarettenkaufen über die Grenze. 

Massenansturm ausgeblieben
Ein erhöhtes Verkehrsaufkommen im Grenzgebiet stellt auch der Radkersburger Bezirkshauptmann Alexander Majcan fest, der von vielen befürchtete Massenansturm sei aber ausgeblieben. Für die Zukunft sind nun zahlreiche gemeinsame Projekte auf kommunaler und wirtschaftlicher Ebene geplant.

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