Die international agierende Organisation soll in den vergangenen Jahren Kosovo-Albaner illegal über Österreich vorwiegend nach Italien und Deutschland gebracht haben. Die Zahl der geschleppten Personen stehe nicht genau fest, es dürfte sich laut Polizei aber um einige hundert gehandelt haben.
Schlepper bei Kalsdorf aktiv
Vergangenen Dienstag wurde eine Schleppung auf der A9 bei Kalsdorf beobachtet. Die Exekutivbeamten griffen dabei zehn illegale Kosovo-Albaner auf und nahmen zwei mutmaßliche Schlepper fest. Unter ihnen befand sich auch der Kopf der österreichischen Teilorganisation, jener 23-jährige arbeitslose Serbe. Vier weitere Bandenmitglieder konnten am 24. und 25. Jänner ausgeforscht werden.
Die sechs Verdächtigen waren alle serbischer oder albanischer Herkunft und wohnten im Raum Graz. Die Organisation benützte Schlepperrouten über Kroatien und Slowenien sowie über Ungarn und das Burgenland. Für die Schleppung war pro Person ein Lohn von etwa 2.000 bis 3.500 Euro zu bezahlen.
Schlepper-Boss hat gut verdient
Die Fahnder ermittelten, dass der Boss gut verdiente. Ihm wurden nämlich allein vom 1. Mai 2006 bis zu seiner Festnahme von den Hintermännern in Serbien und im Kosovo 100.000 Euro an "Löhnen" überwiesen!
Schmuggelversuch eines Kroaten gescheitert
Der Schmuggelversuch eines Kroaten am Grenzübergang Spielfeld ist am Dienstag aufgeflogen. Der Mann wollte illegal hundert Stangen Zigaretten nach Deutschland bringen und sie dort am Schwarzmarkt verkaufen. Ungefähr zur selben Zeit wurde ein Italiener in Nestelbach mit seinem Auto aufgehalten – er wollte mit dem gestohlenen Wagen nach Rumänien fahren, um es dort zu verkaufen.
Der 59-jährige Italiener wurde von einer AGM-Streife (Schengen-Ausgleichsmaßnahme) in Nestelbach im Bezirk Fürstenfeld gestoppt. Bei der Überprüfung des Wagens stellte sich heraus, dass das 25.000 Euro teure Auto im April vorigen Jahres in Italien gestohlen worden war. Der Lenker hatte das Fahrzeug angemietet und wollte es nach Rumänien verschieben. Der Wagen wurde sichergestellt und der Verdächtige nach Abschluss der Einvernahmen wegen Hehlerei angezeigt.
Hundert Stangen Zigaretten im Kofferraum
Im Rahmen einer Grenzraumkontrolle in Spielfeld (Bild) wurde ein 53-jähriger Kroate mit seinem Auto angehalten. Als die Beamten das Fahrzeug kontrollierten, fanden sie im Kofferraum Zigaretten zum Verkaufspreis von 4.000 Euro. Der Mann, der in Deutschland wohnt, gestand seine unehrlichen Absichten.










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