Für ihre Untersuchung haben die Forscher 28 Versuchspersonen Hautzellen entnommen, darunter elf Frühaufstehern - den so genannten Lerchen - und 17 Nachteulen. Im zweiten Schritt fügten sie dann den Zellen ein Gen ein, das im Takt der Zellaktivität leuchtete. Im dritten Teil des Experiments ließ sich so die Aktivität der Zellen an ihrem Glimmen ablesen.
Anschließend verglichen die Wissenschafter die Aussagen der Spender der Hautzellen zu ihrem bevorzugten Tag-Nacht-Rhythmus mit den Zyklus-Längen, die die Zellkulturen verraten hatten, und stellten fest: Die Hautzellen der Frühaufsteher zeigten die kürzesten Leuchtperioden, jene der Nachteulen die längsten. Diese Arbeit lasse einen klinischen Test möglich scheinen, um Menschen mit extremen Tagesrhythmen zu ermitteln, schreiben die Autoren.
Die innere Uhr des Menschen wird vom Gehirn gesteuert und unter anderem von der Tages- und Nachtdauer ständig nachjustiert. Dieser zirkadiane Rhythmus läuft auch dann weiter, wenn der Mensch - etwa nach einem langen Flug - in eine andere Zeitzone gerät. Der Jetlag ist eine Folge. Die neue Arbeit lege den Schluss nahe, dass die innere Uhr nicht allein von einem zentralen Taktgeber im Hirn beeinflusst wird, sondern auch von den Vorgängen in den Zellen, so die Forscher.










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