Wahnsinnstat
Pakistan: Geiselnahme von Kindern beendet
Die Geiselnehmer hätten sich schließlich einer Delegation aus Stammesunterhändlern ergeben, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Auf die Frage, ob die Regierung den Extremisten freies Geleit zugebilligt hätte, sagte er, diese seien nun noch bei den Stammesführern. Was nun passiere, liege in den Händen der Stammesführer und der örtlichen Polizei.
Die Männer hatten zunächst in einem Nachbarbezirk den Chef der Gesundheitsbehörde und zwei seiner Angehörigen in ihre Gewalt gebracht und wurden von der Polizei verfolgt. Es kam zu einem Feuergefecht, bei dem einer der Täter getötet wurde. Die Männer ließen ihre Geiseln schließlich gehen, verschanzten sich jedoch in dem Schulgebäude und forderten freies Geleit im Gegenzug für die Freilassung der Schüler und Lehrer.
Die Geiselnahme von Schülern ist die erste ihrer Art in dem eskalierenden Konflikt zwischen Taliban-nahen Extremisten und der pakistanischen Regierung von Präsident Pervez Musharraf.
Die weitgehend gesetzlosen Stammesgebiete an der afghanischen Grenze gelten als Rückzugsgebiet von Anhängern des Terrornetzes Al Kaida und der Taliban. Die Armee hat dort eine Offensive gegen Extremistenführer Baitullah Mehsud gestartet, bei der bisher Dutzende Aufständische und Soldaten getötet wurden. Mehsud wird von der Regierung neben zahlreichen anderen Anschlägen auch für den Mord an Oppositionsführerin Benazir Bhutto am 27. Dezember verantwortlich gemacht. Der Extremistenführer hat das aber zurückgewiesen.



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