CDU-Schlappe
Schwere Verluste für Christdemokraten in Hessen
Laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis liegt die CDU in Hessen um 0,1 Prozentpunkte vor der SPD, die auf 36,7 Prozent kam und sich gegenüber 2003 um 7,6 Prozentpunkte verbesserte. Es ist das schlechteste Ergebnis der CDU seit 1966, aber auch die zweitschlechteste Prozentzahl der SPD in der hessischen Geschichte.
Die FDP belegte in Hessen den dritten Platz mit 9,4 Prozent (+ 1,5), die Grünen kamen auf 7,5 Prozent (- 2,6) und Die Linke auf 5,1 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,3 Prozent. Damit erhalten SPD und CDU je 42 Sitze, die FDP 11, die Grünen 9 und die Linke 6 Mandate. Für eine absolute Mehrheit sind 56 Mandate erforderlich.
SPD will eine "Ampelkoalition"
Von den herkömmlichen Allianzen haben in Hessen wegen des Einzugs der Linken in den Landtag weder CDU und FDP noch SPD und Grüne eine Mehrheit. Die SPD lehnt eine Zusammenarbeit mit der Linken kategorisch ab. Sie will die FDP für eine so genannte Ampelkoalition (SPD-FDP-Grüne) gewinnen.
SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti wertete den Erfolg ihrer Partei in Hessen als beispielhaft. "Die Sozialdemokratie ist wieder da", sagte sie am Sonntagabend in Wiesbaden. Die SPD habe im hessischen Wahlkampf die richtigen Themen gesetzt und mehr soziale Gerechtigkeit gefordert.
Koch führte eine "Diffamierungskampagne" gegen seine Person im Wahlkampf als einen der Hauptgründe für das schlechte Abschneiden der CDU an. Er räumte am Sonntagabend in Wiesbaden ein, dass das Ergebnis der Landtagswahl für seine Partei und auch für ihn persönlich "nicht einfach" sei. Man werde "sorgfältig" über die Konsequenzen nachdenken. "Das Bundesland Hessen ist ein knappes Land", sagte er weiter.
CDU in Niedersachsen weit vorne
In Niedersachsen musste die CDU ebenfalls Federn lassen, blieb aber mit 42,5 Prozent der Stimmen (- 5,8 Prozent) weit vorne. Die SPD verlor ebenfalls um kam auf 30,3 Prozent (- 3,1). Die FDP erzielte 8,2 Prozent (+ 0,1), die Grünen 8,0 Prozent (+ 0,4) und die Linke 7,1 Prozent (+ 6,6). Die Wahlbeteiligung lag bei nur 57 Prozent. Die CDU erreichte 68 Sitze, die SPD 48, die FDP 13, Grüne 12 und die Linke 11 Mandate.



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