Digitalfunk-Skandal

"Krone"-Enthüllung scheucht die Politik auf

Steiermark
28.01.2008 12:13
Das steirische Digitalfunk-Desaster - wie berichtet soll die Umsetzung knapp 30 Millionen Euro kosten - sorgt für Empörung im Land. Neben geharnischten politischen Reaktionen, ist der Ärger auch beim Durchschnittsbürger heftig: Wenn ein Häuslbauer so agiert, dann endet er im Konkurs, so die einhellige Meinung.
Der Bund stellt das Land vor vollendete Tatsachen. Ursprünglich mit elf Millionen Euro kalkuliert, soll das Digitalfunk-Projekt für die steirischen Einsatzorganisationen 28,9 Millionen Euro kosten. Eine unerhörte Verteuerung um knapp 18 Millionen Euro. Ein ähnliches Bild bei den Betriebskosten: Wurde zuerst mit 455.000 Euro pro Jahr gerechnet, geht es nun um drei Millionen Euro.

Die "Steirerkrone"-Enthüllung hat die Politik aufgescheucht. Grün-Mandatar Peter Hagenauer kündigt an, in der Causa den Bundesrechnungshof anrufen zu wollen. "Da gehts ja nicht um Taschengeld, die Sache stinkt zum Himmel."

Und weil der Katastrophenschutz im Land bei LH Voves ressortiert, nutzt VP-Geschäftsführer Bernhard Rinner den Skadal gleich für eine politische Abreibung. "Nach zwei Strompreiserhöhungen kommen weitere massive Belastungen auf die steirischen Steuerzahler zu." Voves hätte sich Vorfeld um die Kosten kümmern müssen.

Symbolbild

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