Hut ab in der Oper

Tolles Ambiente bei Opernredoute-Jubiläum

Tirol
28.01.2008 12:12
"Hut ab!" So hat es bei der ausverkauften zehnten Auflage der Grazer Opernredoute geheißen. Zum einen als Kompliment für das einzigartige Ambiente mit 2500 Besuchern und für Conferencier Alfons Haider mit den Tänzern der Opernballettschule (Bild), zum anderen für die Herren des Eröffnungskomitees...
Bei der Generalprobe am Nachmittag "servierten" die Choreographen Claudia Eichler und Werner Dietrich noch zwei Polonaise-Varianten. Einmal mit und einmal ohne Zylinder. Am Abend tanzten die Debütanten nach dem Einmarsch dann ohne Kopfbedeckung. Und die Entscheidung ist beim prominenten Publikum - die Politriege führten EU-Kommissärin Benita Ferrero-Waldner, LH Franz Voves und Vize Hermann Schützenhöfer an - bestens angekommen. Ein Potpourri aus Operette und Musical, mit fast schon akrobatischen Figuren - und Gesang ("Wie die Weiber" aus der "Lustigen Witwe" von Franz Lehar) traf den Geschmack der Ballgäste.

Kasper: Aerodynamisch im Gedränge
Mit "Dali Classic" (Damenspende) und "Black Sun" (Herrenspende) lag auch Lisa Löhner richtig. Zum Jubiläum hatte die Duft-Lady Jean-Pierre Grivory zu Gast, der "Les Parfums Salvador Dali" gemeinsam mit dem Meister des Surrealismus erfunden hat. Im traditionellen Gedränge an der Opernhaus-Stiege ist wieder einmal Heri Kasper - in Begleitung von Andrea Fendrich - hervorgestochen. Extra für Graz hat er beim Wiener Top-Schneider Peppino Teuschler einen knallroten Ferrari-Smoking in Auftrag gegeben: "Aerodynamisch wie ein Weltmeisterauto." Auf Teuschler warten jetzt Folgeaufträge: "Andere Ferraristi haben schon angefragt." Auf Gold - "passend zum Jubiläum" - hat diesmal Conferencier Alfons Haider gesetzt. Für sein traditionelles Gastspiel in Graz stellt er sogar den Opernball in New York hinten an: "Die beiden Termine kollidieren schon zum zweiten Mal - die Entscheidung für die Steiermark hat aber keine Minute gedauert."

Apropos Minute:
Die Organisatoren Bernd Pürcher und Michael Tomec legten erst nach der Mitternachtseinlage die erste ruhigere Minute ein. Der Applaus für Marianne Mendt, die mit Jazz und ihrer "Glockn" auf der Redoute-Bühne stand, war genau das richtige "Doping" für die lange Ballnacht mit den Grammophonikern und dem Sigi Feigl-Orchester im großen Saal, den Bar-Hadern von Franco Andolfo oder der Karibik-Stimmung in der Havanna-Lounge - kurz: Die ganze Oper war eine Bühne, wo sich Spitzen aus Politik und Wirtschaft bis in der Früh richtig in Szene setzen konnten. Vom Schweizer Botschafter Oscar Knapp über 111-Conventurer Werner Gröbl bis zu den Ball-Caterern Eckstein, Pasemann und Landhaus Oswald.

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