Bei Forum in Davos

Bono schenkt Japans Regierungschef einen iPod

Ausland
26.01.2008 20:53
In seinem Einsatz im Kampf gegen die Armut in Afrika hat Rockstar Bono dem japanischen Ministerpräsidenten Yasuo Fukuda einen iPod geschenkt. Zu Beginn eines privaten Treffens beim Davoser Weltwirtschaftsforum mit dem Microsoft-Gründer Bill Gates, dem früheren britischen Premierminister Tony Blair und anderen prominenten Fürsprechern Afrikas überreichte der U2-Frontmann das Gerät mit einer tiefen Verbeugung.

Fukuda fragte, ob Musik seiner Band darauf gespeichert sei. "Nein, aber Sie können sie herunterladen", antwortete Bono. "Mein Sohn hat Musik von Ihnen", sagte Fukuda. Nach dem Treffen kündigte der japanische Regierungschef an, die Entwicklung Afrikas werde eines der drei großen Themen beim G-8-Gipfel im Juli sein, der von seinem Land ausgerichtet wird.

IWF-Chef fordert zum Kampf gegen Rezession auf
Zum Abschluss des Weltwirtschaftsforums hat der Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, weltweite Anstrengungen zur Abwendung einer Rezession angemahnt. Ungeachtet dessen, ob die USA tatsächlich in eine Rezession gerieten, werde sich das Wachstum ihrer Wirtschaft deutlich verlangsamen, sagte Strauss-Kahn am Samstag. "Jeder versteht, dass die Krise, die wir erleben, aus den USA kommt, aber es ist eine Krise, die auf weltweiter Ebene bekämpft werden muss." Den USA warf Strauss-Kahn vor, die Krise an den Finanzmärkten durch "Fehler bei der Aufsicht und der Reglementierung" verschuldet zu haben.

Der IWF-Direktor lobte, dass die US-Notenbank den Zinssatz gesenkt und die Europäische Zentralbank (EZB) wiederholt Milliardenbeträge in den Markt gepumpt hätte. Weitere Zinssenkungen müssten jedoch möglich sein. Am Mittwoch waren die europäischen Börsen erneut ins Rutschen geraten, nachdem die EZB angedeutet hatte, der Zinssenkung der US-Notenbank nicht zu folgen. Der IWF will seinerseits kommende Woche eine Prognose veröffentlichten, in der von einem deutlich verlangsamten Wirtschaftswachstum die Rede ist.

"Natürlich muss die Krise auf richtige Weise durch Währungspolitik angegangen werden, aber das kann nicht ausreichen", unterstrich Strauss-Kahn. Nun müssten auch befristete Maßnahmen in der Haushaltspolitik in Betracht gezogen werden. Länder mit Haushaltsproblemen müssten an der Verbesserung ihrer Lage arbeiten, Länder mit Spielraum in der Haushaltspolitik müssten bei der Bekämpfung der Finanzkrise helfen, sagte der IWF-Chef mit Blick auf China. Er betonte die Mitverantwortung der Schwellen- und Entwicklungsländer, da auch diese anders als von ihnen gehofft von der Finanzkrise betroffen seien.

In Davos hatten sich heuer rund 2.500 Teilnehmer versammelt, darunter UN-Generalsekretär Ban Ki-moon und der britische Premierminister Gordon Brown. Bis zum Abschluss am Samstag fanden rund 200 Debatten statt. Ein Hauptthema war die US-Immobilienkrise und die davon ausgelösten schweren Kursstürze an den Weltbörsen.

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