Straßenkampf

Kein Ende in der Causa "Zizek" in Sicht

Steiermark
27.01.2008 13:26
Viktor Zizek hält die südsteirische Gemeinde Ratsch an der Weinstraße seit Juni 2007 auf Trab. Neben Straßensperren errichtete der pensionierte Jurist aus Slowenien sogar eine betonierte Barriere, um Autofahrer vom überqueren "seines" Grundstückes abzuhalten. Seit August ist die Weinstraße wieder frei befahrbar, doch Zizek will nicht zur Ruhe kommen. Nachdem seine Klage vom Gerichtshof Marburg abgelehnt wurde, will der Advokat nun bis zum europäischen Gerichtshof gehen um sein "Recht" durch zu setzten.

Viktor Zizek hat nun bereits das zweite Mal Berufung in eigener Sache am Marburger Gerichtshof eingebracht. Vier Wochen muss er jetzt warten, bis er den Bescheid aus Marburg im Postkasten hat. Sollte die Berufung abermals negativ für den Slowenen ausfallen, "geh ich auf jeden Fall bis vor den Europäischen Gerichtshof", so Zizek im "Krone"-Interview.

Land Steiermark reicht Klage ein
Das Land Steiermark will nun zurückschlagen und sich das umkämpfte Stück Land einverleiben. Im Detail heißt das, das Land will sich als Besitzer der 740 Quadratmeter Straße ins Grundbuch eintragen lassen und hat die dafür nötige Klage ebenfalls in Marburg eingereicht.

Zizek soll enteignet werden
Gleichzeitig hat der Staat Slowenien ein Enteignungsverfahren gegen den streitfreudigen Viktor Zizek eingeleitet. Geht das Verfahren durch – steigt Zizek schlecht aus: Mit einem Kaufpreis von ungefähr 1,50 Euro pro Quadratmeter Grund könnte er dann abgespeist werden.

Wer ist schneller?
Die Slowenen dürften aber das Enteignungsverfahren gegen den Alt-Juristen schneller durchsetzten, als das Land Steiermark seine Klage in Marburg durchbringen wird. Weitere Entwicklungen sind im Frühjahr zu erwarten.

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