Brand in Las Vegas
Nur Leichtverletzte bei Großfeuer in Casino-Hotel
"Ein bemerkenswert glücklicher Ausgang angesichts der Tatsache, dass Tausende Gäste und Bedienstete in dem Gebäude waren", schrieb die Zeitung "New York Times" am Samstag.
Einige Gäste wurden von der Feuerwehr aus ihren Zimmern geholt, hieß es. Das 32-stöckige Gebäude an der berühmten Spielerstraße "Las Vegas Strip", das dem altehrwürdigen "Place du Casino" in Monte Carlo nachempfunden ist, musste vollständig evakuiert werden. Zeitweise schossen meterhohe Flammen aus dem Dachgeschoß. Das Luxushotel war von dichtem Rauch umhüllt, der auch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen war. "Ich kann gar nicht sagen, wie beängstigend das aussah", schildert eine Augenzeugin. "Doch dann verlief alles ok."
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Bereits knapp zwei Stunden nach Ausbruch hatte die Feuerwehr den Brand bereits unter Kontrolle. Die Hotelgäste wurden vorübergehend in benachbarten Casinos untergebracht. Die Brandursache werde noch untersucht, teilte die Feuerwehr mit. Es heißt, möglicherweise hätten Schweißarbeiten auf dem Dach die Flammen ausgelöst.
Das "Monte Carlo" hat über 3.000 Zimmer, darunter 200 Penthousewohnungen in den oberen Etagen. Zudem arbeiten mehr als 3.000 Menschen in dem Gebäude. In dem Casino tritt auch der Magier Lance Burton regelmäßig auf. Das für 344 Millionen Dollar (234 Mio. Euro) gebaute Hotel ist seit 1996 in Betrieb.
40 Millionen Besucher besuchten 2007 Las Vegas
Beim schwersten Hotelbrand in der Geschichte der Spielerstadt waren im November 1980 im "MGM Grand Hotel" 84 Menschen ums Leben gekommen. Danach wurden die Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft. Experten meinen, diesen Maßnahmen sei es zu verdanken, dass der Brand am Freitag glimpflich verlief.
Las Vegas zählte im vergangenen Jahr über 40 Millionen Besucher. Die Casino-Stadt mit dem 7,2 Kilometer langen Vergnügungs-Strip lockt vor allem mit Glücksspiel, Unterhaltungsshows und ausgefallenen Themenhotels. Die Stadt in der Wüste ist auch Ausgangspunkt für Ausflüge zum Grand Canyon National Park und zum Tal des Todes.



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