Elend in Kenia
Mehr Vergewaltigungen in Flüchtlingslagern
Frauen oder Kinder würden beispielsweise nachts beim Gang auf die Latrinen vergewaltigt. In anderen Fällen seien Frauen und Mädchen gezwungen, sexuelle Handlungen im Austausch für Schutz, Transport oder Nahrung anzubieten.
Konkrete Zahlen seien schwer zu bekommen, da die Opfer viele Fälle sexueller Gewalt aus Scham gar nicht meldeten, erklärte die UNICEF-Sprecherin weiter. Einheimische Menschenrechtsorganisationen gingen aber davon aus, dass sich die Zahl sexueller Gewaltverbrechen seit der Präsidentenwahl verdoppelt habe. Es sei zu befürchten, dass infolge der Vergewaltigungen auch die Zahl der HIV-Infektionen rasant zunehme.
Nach Ausbruch der Gewalt im Zusammenhang mit der umstrittenen Wahl sind schätzungsweise eine Viertelmillion Kenianer aus ihren Häusern geflohen. Viele halten sich in Behelfslagern in der Nähe von Schulen oder Polizeiwachen auf, weil sie sich dort etwas Schutz erhoffen.



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