Das Prinzip ist einfach: Zwei, drei oder vier Teams zu je zwei Spielern treten in unterschiedlichen Disziplinen, bei denen nicht nur Um-die-Ecke-Denken, sondern auch Geschick im Umgang mit der Wii-Mote gefragt ist, gegeneinander an. Das Team, welches als erstes eine vorgegebene Punktzahl erreicht, trägt den Sieg davon.
Bei den "KreatoKater"-Aufgaben dreht sich etwa alles ums Zeichnen. Ein vorgegebener Begriff - hier ist eine Spezialbrille dabei behilflich, dass die Mitspieler diesen nicht schon vorher erraten - muss mit Hilfe der Wii-Mote innerhalb eines Zeitlimits auf den Bildschirm gemalt, gesprüht oder mit geometrischen Formen dargestellt werden. Als besonders knifflig erweist sich die Disziplin "Skizzeritsch-ratsch", bei der die gemalten Linien wie die Zündschnur einer Bombe abbrennen und so schon bald nicht mehr sichtbar sind.
Die Aufgaben des "WörterWurms" verlangen hingegen sprachliches Geschick, gilt es doch beispielsweise durcheinander gewirbelte Wörter zu entschlüsseln oder anhand von Hinweisen das gesuchte Wort zu erraten. Wissen wird hingegen bei den "DenkoNaut"-Aufgaben verlangt. Hier müssen die Teams einstufen, ob ein Gerücht der Wahrheit entspricht oder falsch ist, in einem Multiple-Choice-Test aus vier vorgegebenen Antworten die richtige herauspicken oder auf dem Globus ihre Geographiekenntnisse unter Beweis stellen.
Um Musik und Pantomime dreht es sich schließlich bei den "StarSteller-Aufgaben. Während bei "Klimpermal" die auf einer Art virtuellem Xylophon gespielte Melodie erraten werden muss, gilt es in "Pantomas" alltägliche Bewegungen mit der Wii-Mote nachzuahmen. Leider versagte die Technik bei dieser Disziplin völlig: Man konnte noch so sehr rühren, schütteln und schwingen, die Bewegungen wollten in einem Großteil der Fälle trotz großer Anstrengung einfach nicht erkannt werden.
In optischer Hinsicht muss der Spieler mit einer sehr bunten, aber auch recht kargen Aufmachung vorlieb nehmen. Abgesehen von kleineren, sich oft wiederholenden Animationen zwischen den Aufgaben bekommt man meist statische Bildschirme serviert, die allerdings ebenso wie die nette deutsche Sprachausgabe ihren Zweck erfüllen. Grafik und Sound sind hier eher Mittel zum Zweck.
Fazit: "KaBooki" ist eine liebevolle Umsetzung des Brettspiels Cranium, reicht in punkto Unterhaltungsfaktor aber nicht an die Original-Vorlage heran. Mit Knete Figuren zu formen, Pantomime zu machen oder mit einem Bleistift auf einem Blatt Papier zu zeichnen ist eben doch spaßiger und auch genauer, als zittrig mit der Wii-Mote auf dem Bildschirm zu kritzeln und herumzufuchteln. Wer allerdings noch kein Partyspiel für die Wii sein Eigen nennt (und für Brettspiele eben nicht mehr zu begeistern ist), der kann bei "KaBooki" zumindest nicht viel falsch machen - vorausgesetzt es sind viele Freunde vorhanden, denn einen Einzelspieler-Modus bietet das leider Spiel nicht.
Plattform: Wii
Publisher: Ubisoft
Krone.at-Wertung: 74%
von Sebastian Räuchle












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