Schockstudie

Kleine Babys neigen später eher zu Selbstmord

Wissenschaft
25.01.2008 16:13
Besonders kleine oder besonders leichte Neugeborene haben im späteren Leben ein erhöhtes Suizidrisiko. Das ergab eine Studie schwedischer Forscher, die die Lebensläufe von fast 320.000 Männern untersuchten, die zwischen 1973 und 1980 zur Welt kamen. Jene Männer, die bei der Geburt weniger als 47 Zentimeter maßen, versuchten deutlich eher als andere Teilnehmer, sich das Leben zu nehmen. Dies galt selbst dann, wenn sie als Erwachsene eine normale Körpergröße erreichten.

Auch bei Männern, die mit einem geringen Körpergewicht zur Welt kamen, stellten die Forscher eine erhöhte Selbstmordneigung fest, wie sie im "Journal of Epidemiology and Community Health" berichten. Besonders auffällig war, dass viele dieser Menschen versuchten, sich das Leben mit Hilfe von Messern oder Schusswaffen zu nehmen.

Die Wissenschaftler vermuten, dass die erhöhte Suizidneigung mit dem Hirnbotenstoff Serotonin zusammenhängt. Möglicherweise wirken sich Faktoren, die das Wachstum des Fötus im Mutterleib hemmen, auch auf diesen Neurotransmitter aus. Geringe Serotoninwerte sind mit erhöhter Impulsivität und Aggressionsneigung verbunden.

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