20 Jahre Haft
Indonesischer Pilot vergiftete Menschenrechtler
Ausland
25.01.2008 13:19
Gut drei Jahre nach dem in einem Flugzeug verübten Giftmord an einem Menschenrechtsaktivisten hat das oberste Gericht in Indonesien einen Piloten am Freitag zu 20 Jahren Haft verurteilt. Der spektakuläre Mord an Bord einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft Garuda, die auf dem Weg nach Amsterdam war, hatte international Schlagzeilen gemacht. Der Pilot Pollycarpus Budihari Priyanto (im Bild) hatte dem Menschenrechtler Munir (38) im September 2004 bei einem Zwischenstopp in Singapur Arsen in einen Drink gemixt. Munir starb noch vor der Landung.
"Wir hatten drei Zeugen, die gesehen haben, wie Pollycarpus Munir in Singapur Getränke verabreicht hat", sagte ein Sprecher des Gerichts. Der Pilot, der Geheimdienstkontakte haben soll und bei besagtem Flug als Flugsicherheitsbeamter an Bord war, ist schon einmal für das Verbrechen verurteilt worden, aber das Gericht hob das erste Urteil auf. Die Ankläger gingen in Berufung und erreichten jetzt den Schuldspruch.
Pollycarpus hatte einen Brief gefälscht, der ihn als Flugsicherheitsbeamten an Bord der Maschine ließ, mit der Munir nach Amsterdam flog. Die Staatsanwaltschaft fordert auch für den früheren Garuda-Chef Indra Setiawan eine Haftstrafe wegen Komplizenschaft. Dieser Prozess soll im Februar stattfinden.

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