"Winter-Blues" ade

Mit guter Laune durch die kalte Jahreszeit

Gesund
28.01.2008 13:47
Während die einen von uns nassgraue, dunkle Tage mit tiefhängenden Wolken zum Anlass nehmen, in Wollsocken und Flauschpulli ihren Lieblingsfilm anzusehen, versinken die anderen im Stimmungstief. Schlechte Laune, ständige Müdigkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, verminderte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, gesteigerter Appetit auf Kohlenhydrate usw. sind die Symptome.

"Die Folgen verschärfen die Lage noch: Man wird gereizt, vernachlässigt soziale Kontakte, zieht sich zurück. Freizeitaktivitäten werden als Belastung empfunden", beschreibt Psychiater Dr. Alexander Bernhaut aus Wien die Situation. Ein Teufelskreis!

Etwa sechs Prozent der Österreicher sind von "Winterdepression", im Fachjargon SAD, saisonal abhängige Depression genannt, betroffen. Doch man muss sich seinem Schicksal nicht ergeben. Dr. Bernhaut: "Am erfolgreichsten ist die Kombination verschiedener Therapieformen." Dazu zählen Lichttherapie, Medikamente, welche den Serotonin-Spiegel beeinflussen und auch bestimmte pflanzliche Mittel, wie etwa Johanniskraut.

Raus an die frische Luft
Weniger heftig aber trotzdem nicht minder zermürbend fällt der "Winter-Blues" aus. Das kennen die meisten von uns: Es ist viel zu lange neblig, kalt, dunkel, winterlich als einem lieb ist. Auch hier spielt der Mangel an Licht und Aktivität eine Rolle. Deshalb der erste Tipp zur Aufbesserung der Laune: Buntgestrickten Schal umwickeln, Kuscheljacke anziehen und raus an die frische Luft! Die Regel lautet: Selbst ein noch so bedeckter Himmel ist deutlich heller als jede künstliche Lichtquelle. Außerdem regt Bewegung in der frischen Luft Kreislauf und Stoffwechsel an, versorgt Körper und Gehirn mit Sauerstoff und schafft tieferen Schlaf.

Sonne,Sauna und Wellness
Nutz  jeden Sonnenstrahl, den du erhaschen kannst.  Über die Haut nimmt man das Tageslicht auf. Das unterstützt das Immunsystem und die wichtige Vitamin-D-Synthese. Das Licht, das über die Netzhaut der Augen und die damit verbunden Nerven bis in die Zirbeldrüse im Gehirn gelangt, regelt den Wach-Schlafrhythmus und kurbelt den Hirnstoffwechsel an. Wenn Sie nicht hinaus wollen, dann stellen Sie sich wenigstens mit dem Gesicht zur Sonne an das offene Fenster. Machen Sie am Wochenende einen Ausflug.

Stimmungshaufhellend wirken auch Saunabesuche, Wellnessnachmittage oder Besuche im Fitnessstudio.

Glückhormone durch richtige Nahrung
Heißhunger auf Süßes sollte man sich nicht aus Angst um die Figur komplett versagen, sondern in die richtigen Bahnen lenken. Bestimmte Nahrungsmittel fördern den Ausstoß von "Glückshormonen" im Gehirn und daher das Wohlbefinden. Wenn Sie öfter Bananen, Nüsse, Vollkornprodukte und Nudeln auf den Speiseplan setzen, kommt es erst gar nicht zu Fressattacken. Gewürze wie Chili, Pfeffer, Paprika etc. heben die Laune ebenfalls. Und das begehrte Stück Schokolade, das einem den ganzen Tag versüßt, ist ebenfalls erlaubt - so lange daraus nicht gleich mehrere Tafeln werden...

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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