Ihre Hoffnungen dürfen Paare aber nicht allzu hoch stecken: "Es sind höchstens noch zehn bis zwanzig Kinder, die pro Jahr in unserem Bundesland zur Adoption freigegeben werden", weiß Friedrich Ebensperger vom Pflegeelternverein Steiermark. "Es ist erst etwa zwanzig Jahre her, da waren das 100 und sogar noch mehr."
Die Gründe für diese Entwicklung sind Innovationen, die wiederum anderen viel Kummer erspart haben: mehr Unterstützung für allein stehende Mütter, Zugang zu besseren Infos - allerdings auch die abnehmende Kinderzahl an sich.
Immer mehr Eltern wollen Kinder adoptieren
Hingegen wächst die Anzahl derer, die gern Eltern werden würden. Ebensperger: "Allein in Graz sind 150 Paare auf der Warteliste, im Schnitt fünf bis sechs Jahre." 2007 sind 28 Neuanträge dazu gekommen - dem standen in Graz vier durchgeführte Adoptionen gegenüber. Dazu kommen die Bezirke, "ich schätze, dass gut 650 Paare warten."
Babys aus dem Ausland
Angesichts solcher Zahlen ist das Interesse für ein Baby aus dem Ausland riesig - auf die eigens dafür vor fünf Jahren gegründete Internetplattform www.adoptionsberatung.at gibt es im Monat fast 15.000 Zugriffe. Allerdings: Durchgeführt wurden im Vorjahr, wie man im Büro des Soziallandesrates Flecker weiß, lediglich sieben Adoptionen.
Symbolbild









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