Ausnahmezustand
Terroristenjäger bei Anschlag in Beirut getötet
Der Geheimdienstoffizier Wissam Eid hatte an der Aufklärung von Terroranschlägen mitgewirkt. Mit ihm starben nach ersten Informationen zwei Leibwächter sowie sieben Zivilisten. Helfer vor Ort berichteten, Leichenteile seien wegen der Wucht der Explosion teilweise hundert Meter vom Ort des Anschlags entfernt gefunden worden.
Reihe von Attentaten
Seit der Ermordung von Ex-Premier Rafik Hariri im Februar 2005 ist es im Libanon zu einer Reihe von politisch motivierten Attentaten gekommen. Unter den Opfern befanden sich der designierte christliche Armeechef General Francois al-Hajj, der christliche Falange-Politiker und Industrieminister Pierre Gemayel sowie mehrere Parlamentsabgeordnete.
Kurz vor dem Anschlag hatte der Chef der zur antisyrischen Mehrheitskoalition gehörenden Sozialistischen Fortschrittspartei, Walid Joumblatt, die pro-iranische Schiiten-Organisation Hisbollah beschuldigt, einen neuen Bürgerkrieg anzuzetteln.
Designierter Staatspräsident droht der Opposition
Der libanesische Armeekommandant General Michel Sleimane, auf dessen Wahl zum Staatspräsidenten sich die verfeindeten politischen Lager im Prinzip verständigt haben, hatte am Donnerstag die oppositionellen Kräfte vor einem Ausufern ihrer Proteste gegen die Regierung gewarnt. Die Streitkräfte respektierten die Meinungs- und Versammlungsfreiheit, doch würden sie bei der kleinsten sich abzeichnenden Bürgerkriegsgefahr entschlossen einschreiten, kündigte Sleimane an.
Demonstranten, die einem Streikaufruf des libanesischen Gewerkschaftsbundes CGTL gefolgt waren, hatten zuvor mehrere Hauptverkehrsverbindungen des Landes blockiert, um gegen die Inflation und die Wirtschaftspolitik der Regierung zu protestieren.



Kommentare
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.