Implantation

Mediziner setzen Zwerchfell-Schrittmacher ein

Wissenschaft
25.01.2008 10:56
Erstmals haben Mediziner bei zwei Patienten mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS), einer Krankheit des Nervensystems, einen Zwerchfell-Schrittmacher implantiert. Der in einem Berliner Krankenhaus eingesetzte Schrittmacher stimuliert das Zwerchfell und stärkt damit die Atmung. Die Operation soll den Patienten ein längeres Überleben ermöglichen.

ALS ist eine fortschreitende Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu einer Muskellähmung am ganzen Körper führt. Die unheilbare Krankheit lähmt dabei auch das Zwerchfell, den wichtigsten Atemmuskel des Menschen.

Der Schrittmacher reduziert die Atmungsschwäche, so dass Patienten länger ohne künstliche Beatmung leben können. Bei dem Eingriff haben die Ärzte die Unterseite des Zwerchfells über Kabel durch die Bauchwand mit einem elektronischen Stimulationsgerät verbunden. Dieses sendet Impulse, wodurch sich der Muskel zusammenzieht. Die Patienten stimulieren das Organ zu Hause, indem sie das Zwerchfell viermal täglich jeweils eine halbe Stunde trainieren.

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