Vierjahresvertrag

Sebastian Prödl wechselt von Graz nach Bremen

Fußball
25.01.2008 15:40
Nachdem schon seit Monaten darüber spekuliert wurde, ist es seit Donnerstag offiziell. Der österreichische Teamspieler Sebastian Prödl wird im Sommer Teamkollege von Martin Harnik beim deutschen Bundesligisten SV Werder Bremen. Der Abwehrspieler, der momentan noch in Diensten von Sturm Graz steht, unterschrieb bei den Bremern am Mittwochabend einen ab 1. Juli 2008 laufenden Vorvertrag über vier Jahre. Über die Ablösesumme und genaue Vertragsmodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart.

Im Dezember war der Kontakt der beiden "Vertragspartner" wieder aufgefrischt worden, am Mittwoch reiste Prödl mit Sturm-Manager Walter Hörmann nach Bremen, um den Deal perfekt zu machen. "Bremen ist eine Top-Adresse und sicher ein Sprungbrett für England oder Spanien", sagte der 20-Jährige am Donnerstag auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Graz. "Ich freue mich riesig. Es war ein langgehegter Traum, der jetzt in Erfüllung geht".

Für Bremen habe gesprochen, das sich Chefcoach Thomas Schaaf sehr um ihn bemüht hatte. "Das hat mir imponiert", sagte Prödl. Außerdem gebe es beim aktuellen Tabellenzweiten der Deutschen Bundesliga ein perfektes Umfeld und mit Harnik auch einen österreichischen Mannschaftskollegen. Neben Bremen habe es auch einen zweiten Interessenten gegeben, Genaueres wollte er diesbezüglich allerdings nicht preisgeben.

Keine Angst vor interner Konkurrenz
Vor der großen Konkurrenz beim Champions-League-Aspiranten - mit Naldo und Mertesacker stehen derzeit zwei "Abwehr-Kapazunder" im Bremer-Kader, um die allerdings immer wieder Wechselgerüchte kursieren - hat der groß gewachsene Innenverteidiger keine Angst. "Ich fürchte mich nicht, wer hoch hinaus will, muss sich auch mit Spitzenleuten messen", betonte Prödl.

Gutes Geschäft für Sturm Graz
Der Vertrag mit Prödl, der die ÖFB-U20-Auswahl bei der WM in Kanada 2007 als Kapitän überraschend auf Rang vier geführt hatte, bleibt auch bei einer etwaigen Verletzung des Spielers aufrecht. "Für uns ist es eine Win-Win-Situation. Das Risiko liegt bei Bremen", versicherte Sturms Finanzvorstand Christian Jauk. Für die Grazer handelt es sich jedenfalls um einen besonderen Transfer. "Es war einer der teuersten Transfers allgemein und der teuerste Wechsel eines Defensivspielers in der Clubgeschichte", wies Jauk hin.

Bis zum Sommer gilt jetzt noch die volle Konzentration des Steirers auf die österreichische Bundesliga und Sturm Graz. "Ich will mit Sturm eine tolle Saison absolvieren, kann von der Mannschaft auch noch etwas lernen", so der Grazer. Der zweifache Saisontorschütze und Sturm-Stammspieler habe einen Wechsel noch im Sommer angestrebt, "um dem Verein auch etwas zurückzugeben". Im Sommer 2009 wäre der Kontrakt des 20-Jährigen ausgelaufen und er daher ablösefrei gewesen.

Auch in Bremen ist die Freude groß
Neben dem Spieler selbst zeigten sich auch Bremens Vereinsverantwortliche glücklich über den Vertragsabschluss. "Wir haben ihn schon länger beobachtet. Er hat eine tolle U20-Weltmeisterschaft gespielt. Wir sind uns sicher, dass er bei Werder einen guten Weg gehen wird", meinte Schaaf. Positive Worte kamen auch von Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs, der erklärte: "Sebastian zählt zu den größten Talenten Österreichs. Es ist schön, dass wir ihn überzeugen konnten, die Herausforderung bei Werder zu suchen".

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(Bild: KMM)



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