Konkursverfahren

Die Admira hat 2,3 Millionen Euro Schulden

Fußball
24.01.2008 16:12
Der nunmehrige Ostligist VfB Admira Wacker Mödling, über den am 29. November der Konkurs eröffnet wurde, hat einen wichtigen Schritt zur angestrebten Entschuldung getan. Anlässlich der am Donnerstag am Landesgericht Wr. Neustadt abgehaltenen Prüf- und Berichtstagsatzung gab Masseverwalter Michael Lentsch einen positiven Bericht über die Zukunftsperspektiven des Vereins ab. Der gerichtlich festgestellte Schuldenstand der Südstädter beträgt demnach ca. 2,3 Millionen Euro.

Da die Finanzierung des Spielbetriebes dank eines mit der Gruppe von Richard Trenkwalder abgeschlossenen Sponsoring-Vertrag gesichert ist, genehmigte das Konkursgericht den Fortbestand der Admira auf vorerst unbestimmte Zeit. Erklärtes Ziel des 1905 gegründeten Vereins, der nun vom Ex-Schwadorf-Coach Attila Sekerlioglu betreut wird, ist die Entschuldung durch einen Zwangsausgleich.

Die Admira hat bereits einen Ausgleichsvorschlag eingebracht, in dem den Gläubigern eine Quote von 20 Prozent angeboten wird. Das Konkursgericht setzte die Tagsatzung zur Abstimmung über den Zwangsausgleich für 28. Februar an, der Ball liegt somit nun bei den Gläubigern. Da ein für die Beurteilung des Zwangsausgleichs erforderlicher Vermögensstatus vom Masseverwalter erst fertigzustellen ist, wird erst nach Vorliegen dieser wichtigen Prüfunterlage feststehen, zu welchen Bedingungen der Zwangsausgleich für die Gläubiger akzeptabel ist.

Schon 1997 lief ein Konkursverahren
Über den SCN Admira Wacker, wie sich die Niederösterreicher vorher nannten, war bereits 1997 ein Konkursverfahren eröffnet worden. Damals ist der "Fall" mit einem erfüllten Zwangsausgleich beendet worden. Diesmal hoffen die Verantwortlichen der Admiraner auf einen gleichen Ausgang.

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(Bild: KMM)



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