Skispringen

Schlierenzauer gewinnt erstes Zakopane-Springen

Sport
26.01.2008 21:21
Österreichs Skispringer haben auch in der ersten von zwei Weltcup-Konkurrenzen in Zakopane am Freitagabend ihre Klasse unter Beweis gestellt. Mit Sieger Gregor Schlierenzauer und dem drittplatzierten Thomas Morgenstern präsentierten sich die beiden rot-weiß-roten Parade-Adler in der polnischen Skisport-Hochburg von ihrer besten Seite.

Der 18-jährige Tiroler zeigte am Freitag Nervenstärke und feierte mit 6,1 Punkten Vorsprung auf den Norweger Anders Jacobsen seinen insgesamt siebenten Weltcup-Erfolg. Das ÖSV-Team, aus dem mit Wolfgang Loitzl als Vierter ein weiterer Athlet in die Spitzenränge sprang, wehrte dabei einen norwegischen Angriff auf den Tagessieg erfolgreich ab.

Nach dem ersten Durchgang sprengte Schlierenzauer als Zweiter hinter Anders Bardal ein norwegisches Quartett, am Ende verhinderte hingegen einzig Jacobsen einen österreichischen Dreifacherfolg. Weltcup-Spitzenreiter Morgenstern baute seinen Vorsprung im Gesamtweltcup auf Janne Ahonen, der nur auf Platz 13 sprang, auf 345 Punkte aus.

Schlierenzauer: "Kindheitstraum, hier zu gewinnen"
"Nach den letzten Wochen, in denen wir nicht die Glücklichsten waren, ist der Erfolg natürlich besonders. Viele hätten uns schon gerne am Boden liegen gesehen", meinte Cheftrainer Alexander Pointner, dem "fast die Tränen" gekommen wären. "Es war ein Kindheitstraum, hier zu gewinnen. Das Publikum ist ein Wahnsinn. Das muss man als Skispringer erlebt haben", meinte Schlierenzauer nach dem Triumph vor 35.000 Zuschauern. Am Samstag (17:00 Uhr) wird in Zakopane noch ein Weltcup-Bewerb bestritten.´

Der Jungstar, der beim Skifliegen in Harrachov in der Vorwoche eine freiwillige Wettkampfpause eingelegt hatte, hatte schon im Probedurchgang aufgezeigt und mit 139 m den Schanzenrekord des Deutschen Sven Hannawald (140 m) nur um einen Meter verfehlt. Auch im Wettkampf erwies sich der Tiroler mit Versuchen auf 134 und 131 m als konstantester Springer. "Gregor hat zwei Supersprünge gezeigt. Er hat in der vergangenen Woche Energie tanken können, das hat ihm gut getan", urteilte Pointner, den auch die Aufholjagd von Morgenstern beeindruckte.

Bei schwierigen Windverhältnissen lag der Kärntner, das schlechteste Saisonresultat vor Augen, nach dem ersten Durchgang noch auf Rang zwölf, ehe er mit einem 132-m-Satz neun Plätze gutmachte. "Morgi hat die Aufholjagd besonders gut getan, die gibt Selbstvertrauen für die kommenden Bewerbe", erklärte Pointner, den auch die Durchhänger von Andreas Kofler (18.), Arthur Pauli (19.) und Martin Koch (als 32. nicht für 2. Durchgang qualifiziert) nicht beunruhigten. "Wir haben sechs gute Leute am Start und sind Gott sei dank so stark, dass wir immer jemanden vorne dabei haben."

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(Bild: KMM)



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