24.01.2008 14:05 |

Stress-Essen

Iss, was dem Körper nützt!

Gerade wenn man unter Stress steht, neigt man dazu, mehr und fettreicher zu essen. Die Folge: Fettpölsterchen, die man nur schwer wieder loswird. Ursachen für die Heißhunger-Attacken auf deftige und süße Speisen in Zeiten der Anspannung sind die bei Stress vom Körper produzierten Stoffe Kortisol und Insulin. Diese steigern unseren Appetit und lassen uns schnell zu kalorienreichen Snacks greifen. Dabei wäre es ganz einfach, diese "Dickmacher" auszutricksen, wenn man genau zu den Lebensmitteln greift, die dem Körper nützen - und nach denen er in Wahrheit schreit.

Das Magazin "Reader's Digest" gibt Tipps, was man in Stresszeiten gegen das drohende Übergewicht tun kann.

Essen, was dem Körper nützt
Dabei gilt vor allem eine Grundregel: Man sollte essen, was dem Körper nützt. Denn es geht darum, nicht nur den Hunger zu stillen, sondern auch Dinge zu essen, die wichtige Stoffe im Gehirn freisetzen. Dazu gehören zum Beispiel Putenfleisch, das die Stimmung anregt und damit depressiven Verstimmungen vorbeugt, aber auch Fisch und Walnüsse, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind und damit die Gehirntätigkeit anregen sowie zugleich den Cholesterinspiegel senken.

Grüner Tee reduziert Körperfett
Täglich drei Tassen grüner Tee helfen dabei, das Körperfett zu reduzieren und die Produktion einer Substanz zu verhindern, die Hungergefühle auslöst. Denn wer Stress durch Essen kompensiert, aktiviert das so genannte Belohnungszentrum im Gehirn. Sobald das erste Wohlgefühl verflogen ist, steigt aber das Verlangen nach dem Stoff, der das gute Gefühl ausgelöst hat.

Die Folge: Man isst weiter, um sich gut zu fühlen. Experten raten deshalb dazu, sich gerade in Stressphasen besonders gesund zu ernähren – zum Beispiel durch Obst- und Rohkoststückchen, Nüsse, Joghurt und Vitaminsäfte.

Schlank im Schlaf
Was nur wenige wissen: Man kann sich schlank schlafen. Denn wer unter permanentem Schlafmangel leidet, bringt Körperfunktionen durcheinander. Der Körper sucht sich dann andere Wege, um die Wohlfühlhormone Serotonin und Dopamin zu bekommen – er verlangt zuckerhaltige Nahrung. Experten raten deshalb dazu, dem Körper täglich mindestens sieben bis neun Stunden Schlaf zu gönnen.

30 Minuten Bewegung
Trotz aller Belastung sollte man außerdem versuchen, mindestens 30 Minuten am Tag zu gehen. Dies kann am Stück oder in Etappen von je zehn Minuten geschehen.

Umarmungen machen schlank
Gute Gefühle helfen ebenfalls, Übergewicht zu vermeiden. Die Erklärung: Je mehr Oxytocin – das ist das soziale Bindungshormon – ausgeschüttet wird, desto mehr sinkt der Blutdruck. Studien haben ergeben, dass sich der Oxytocinspiegel durch soziale Kontakte heben lässt – z. B. durch eine Umarmung oder ein nettes Gespräch. Auch Massagen können helfen.

Genuss baut Stress ab
Wichtig ist aber auch: Wer in großen Stressphasen plötzlich Heißhunger auf eine Currywurst oder einen besonders süßen Nachtisch hat, darf sich das durchaus mal erlauben. Denn die Fachleute sind sich darin einig, dass mit diesem Genusserlebnis nicht nur Stress abgebaut wird, sondern dass die kleine Sünde hilft, sich gut zu fühlen, ohne wahllos nach Essbarem zu stöbern.

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