Suizid in Haft

Handtaschenräuber begeht Selbstmord in Zelle

Österreich
24.01.2008 15:22
Ein 24-jähriger Mann aus dem vorarlbergischen Nüziders hat zwei Tage nach seiner Verhaftung als mutmaßlicher Handtaschenräuber in einer Arrestzelle in Feldkirch Selbstmord begangen. Er war am Dienstagabend gemeinsam mit einem 22-Jährigen verhaftet worden.

Die beiden Männer sollen wenige Stunden vor ihrer Verhaftung in Feldkirch einer 49-jährigen Frau die Handtasche gewaltsam entrissen haben, informierte die Polizei. Die Frau stürzte dabei zu Boden und war kurzzeitig bewusstlos.

"Keinerlei Anzeichen für Suizid"
Die beiden Männer konnten noch am selben Abend von der Polizei ausgeforscht werden, sie wurden in Verwahrungshaft genommen. Als Motiv gaben sie Geldnot an. Der vermutlich medikamentenabhängige Mann habe sich bei der Einvernahme und in Haft stets unauffällig verhalten, es habe keinerlei Anzeichen für einen bevorstehenden Suizid gegeben, hieß es bei der Polizei.

Am Donnerstag wurde der 24-Jährige gegen 6.50 Uhr leblos in seiner Zelle aufgefunden. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch sei über den Sachverhalt umfangreich informiert worden, so die Exekutive.

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