Alle viere

Neuer Allradantrieb schneller, leichter, sparsamer

Motor
24.01.2008 11:28
Der weiterentwickelte Mercedes-Allradantrieb 4MATIC, der bisher nur in der S-Klasse angeboten wurde, wird jetzt auch in der neuen C-Klasse eingesetzt. Die anderen Modelle werden vorerst mit der alten Version weitergebaut. Bei einem Winterfahrtraining in Lackenhof am Ötscher konnte die 4MATIC ihre Vorteile voll ausspielen.
(Bild: kmm)

C-, E-, R- und S-Klasse standen bereit, um sich übers Eis scheuchen zu lassen. Die C-Klasse machte dabei die beste Figur, die 4MATIC zog das Auto noch aus den ärgsten Driftwinkeln durch die Kurve. Die Grenzen der Physik lassen sich dadurch zwar nicht sprengen, aber immerhin ziemlich gut ausloten. Die S-Klasse, die ja den gleichen Antrieb hat, ist dagegen alles andere als wieselflink, sie ist einfach zu schwer für das wendige Kurvendriften.

Ein gutes Fahrgefühl ist nur ein Vorteil der neuen 4MATIC. Darüber hinaus ist man in Stuttgart stolz auf einen höheren Wirkungsgrad, das geringere Gewicht und die kompaktere Bauweise, woraus eben noch bessere Traktion und ein um bis zu 0,5 Liter je 100 Kilometer günstigerer Kraftstoffverbrauch resultieren.

Der neue Allradantrieb arbeitet komplett mechanisch und daher ohne Reaktionszeit. Das Kernstück des Systems ist ein Verteilergetriebe mit Zentraldifferenzial, das in das serienmäßige Siebengang-Automatikgetriebe integriert wurde. Von hier wird das Antriebsmoment im Verhältnis 45 zu 55 auf Vorder- und Hinterachse verteilt. Mit nur 60 bis 70 Kilogramm (je nach Modell) ist es nach Angaben des Herstellers das leichteste Antriebssystem dieser Art.

So funktioniert das Allradsystem
Durch eine neu entwickelte Lamellenkupplung am Zentraldifferenzial wird die Motorkraft mit einer Grundsperrung von 50 Newtonmetern zwischen Vorder- und Hinterachse auf alle Räder übertragen, sodass die neue C-Klasse auf rutschigen Fahrbahnen noch besser anfährt und noch fahrstabiler ist als die 4MATIC-Vorgängermodelle. Wie bisher kombiniert Mercedes-Benz den permanenten Allradantrieb serienmäßig mit dem Elektronischen Stabilitäts-Programm ESP und dem Traktionssystem 4ETS, das durchdrehende Räder gezielt abbremst und so das Antriebsmoment an den Rädern mit guter Traktion erhöht. Die automatischen Brems-Impulse, die beim Anfahren auf rutschigem Untergrund die Traktion verbessern und bei kritischen Fahrmanövern die Stabilität erhöhen, dosiert das System auf Basis von Sensorsignalen. So erzielt 4ETS die Wirkung herkömmlicher Differenzialsperren.

Der neue C 350 4MATIC mit dem 200 kW/272 PS starken Sechszylindermotor verbraucht im NEFZ-Zyklus 10,0 bis 10,3 Liter Superbenzin je 100 Kilometer (kombinierter Verbrauch) und ist damit 0,3 Liter sparsamer als das Vorgängermodell. Beim C 280 4MATIC beträgt die Kraftstoffersparnis bis zu 0,5 Liter je 100 Kilometer. Der neue C 320 CDI 4MATIC leistet 165 kW/224 PS und verbraucht in der Limousine 7,7 bis 8,0 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer. Damit liegt der allradbedingte Mehrverbrauch je nach Motorisierung bei nur 0,2 bis 0,4 Litern je 100 Kilometer.

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(Bild: kmm)



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