Nach Rechen-Mord

Rückschlag bei den Ermittlungen der Kriminalisten

Österreich
18.01.2008 11:35
Bei ihren Ermittlungen im sogenannten Rechen-Mord sind die Kriminalbeamten der KD1 in Wien um eine Hoffnung ärmer: Die am Mittwoch aufgetauchte Brieftasche des 19-jährigen Opfers, deren Fundstelle Aufschluss über den Aufenthaltsort des Burschen in seinen letzten Stunden geben sollte, war dem Burschen bereits Wochen vor seinem Tod abhanden gekommen. Das stellte sich nach der Veröffentlichung von Bildern der Brieftasche heraus.

"Die Dame vom Fundamt hat die Brieftasche bereits am 13. Dezember in der Hand gehabt", sagte Polizei-Sprecherin Karin Strycek. Die Brieftasche des drogenabhängigen Burschen aus Niederösterreich war diese Woche an das Gemeindeamt seines Wohnorts Zillingdorf im Bezirk Wiener Neustadt geschickt worden. Die Kriminalisten nahmen zunächst an, dass der 19-Jährige sie am Tag vor seinem Tod verloren hatte.

Schreckliche Entdeckung
Christoph P. war in der Nacht auf Samstag bei der Albertina erschlagen worden. Zwei Mitarbeiterinnen einer Reinigungsfirma machten Samstag früh die schreckliche Entdeckung: Blut- und Schleifspuren führten das Personal zu einer abgegrenzten Baustelle vor dem Eingang der weltberühmten Albertina. Dort fanden sie schließlich den blutüberströmten Leichnam eines jungen Mannes.

Brutalität erschüttert
Grauenhaftes Detail: Wenige Zentimeter unterhalb der Augen steckten die Zinken eines Garten- oder Schuttrechens, den der oder die Täter mit unvorstellbarer Wucht in den Kopf des Opfers getrieben hatten. "An Brutalität ist diese Tat kaum zu überbieten", zeigt sich ein Ermittler erschüttert.

Hintergrund der Tat sind möglicherweise Streitigkeiten im Drogenmilieu. Der Bursch war längere Zeit suchtmittelabhängig und hielt sich immer wieder an Drogenumschlagplätzen in Wien auf.

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