22.12.2007 18:42 |

15,5 Mio. US-Dollar

Vater unschuldig im Gefängnis - Entschädigung!

Acht qualvolle Monate saß Kevin Fox wegen des Verdachts auf sexuellen Missbrauch und der Ermordung seiner dreijährigen Tochter Riley in Untersuchungshaft. Erst durch einen entlastenden DNA-Test kam der 30-Jährige frei - und klagte die Polizei von Chicago. Jetzt sprach ein Geschworenengericht Kevin und seiner Frau Melissa insgesamt 15,5 Millionen US-Dollar (das sind umgerechnet knapp 10,8 Millionen Euro) Entschädigung zu.

Kevin Fox hatte Riley am 6. Juni 2004 als vermisst gemeldet. Sieben Stunden später fanden Wandere die halbnackte Leiche des Mädchens am Ufer eines kleinen Flusses, sechs Kilometer von ihrem Elternhaus in Wilmington im US-Staat Illinois entfernt.

Obwohl es keine Beweise gegen ihn gab, wurde Kevin Fox wenige Wochen später festgenmmen und 14 Studnen lang pausenlos verhört: "Man setzte mich so unter Druck, dass ich schließlich zugab, was mir die Polizei in den Mund legte: Ich hätte Riley versehtlich mit der Badezimmertür am Kopf getroffen, dabei tödlich verletzt und ihre Leiche zum Fluss gebracht, um es wie eine Entführung aussehen zu lassen." Er sei dabei weder über seine Rechte belehrt worden noch habe man ihm einen Anwalt zur Seite gestellt.

Gericht entschied: Bürgerrechte verletzt
Die Obduktion zeigte, dass Riley missbraucht worden war, die DNA-Spuren stammten aber nicht von Vater Kevin. Deshalb kam er frei und klagte, gemeinsam mit Ehefrau Melissa, die trotz aller Anschuldigungen zu ihm gehalten hatte, die Polizei. Wegen Verletzung ihrer Bürgerrechte bekamen Kevin und Melissa fox 9,3 beziehungsweise 6,2 Millionen US-Dollar zugesprochen.

Kronen Zeitung

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