18.12.2007 14:54 |

Gifttier-Training

Expertin schult Soldaten für den Tschad-Einsatz

Dass Österreichs Soldaten im Tschad ihr Leben riskieren werden, zeigt auch die Spezialschulung, die Kärntens Reptilienexpertin Helga Happ (im Bild mit einer Vogelspinne) mit den 160 Männern durchführt: In dem afrikanischen Land lauern neben den Rebellen auch tödliche Gifttiere. Rettende Seren können im Einsatz nicht mitgeführt werden.

Im Tschad gibt es sowohl sengende Saharawüste als auch einen undurchdringlichen Regenwald. In jedem Landstrich lauern gefährliche Tierarten - die für einen unerfahrenen Österreicher zur Todesfalle werden können. Daher wurde die Klagenfurter Reptilienexpertin Helga Happ vom Verteidigungsministerium zwecks Spezialschulung für das Tschad-Sonderkommando, das am 3. Jänner fliegen soll, angeheuert.

"Wichtig ist, dass die Soldaten wissen, auf welche Tiere sie achten müssen", sagt Happ und berichtet, dass die Soldaten bei ihren bisherigen "Trainingscamps" mit "Schwarzen Witwen", Vogelspinnen, Skorpionen und Schlangen sehr interessiert und aufmerksam waren - schließlich geht es um ihr Leben. Der Biss einer afrikanischen Trugnatter etwa ist tödlich. Es gibt auch kein Gegengift. "Im Einsatz können die Männer sowieso keine Seren mitnehmen, da diese bei vier Grad in einem Kühlschrank gelagert werden müssen", warnt Happ.

Neben eher kleinem giftigen Getier hält die Wildnis im Tschad aber auch harmlose, dafür umso gewöhnungsbedürftigere Riesen parat: "Die Krabbenspinne ist 30 Zentimeter groß. Ihr Anblick kann auch einen hart gesottenen Kämpfer erst einmal erschrecken!"

Von Kerstin Wassermann, Kronen Zeitung
Foto: Uta Rojsek-Wiedergut

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