12.12.2007 21:26 |

Linzer Baby-Drama

Mutter des toten Neugeborenen enthaftet

Nach dem mysteriösen Tod eines Neugeborenen in Linz ist am Mittwoch auch die Mutter des Kindes enthaftet worden. Das teilte Rainer Schopper von der Staatsanwaltschaft Linz mit. Der Vater war bereits am Dienstag auf freien Fuß gesetzt worden.

Die Staatsanwaltschaft habe U-Haft für die Mutter beantragt. Das Gericht, das zu entscheiden hat, habe jedoch keinen Haftgrund gesehen, schilderte Schopper. Dennoch bestehe weiterhin Tatverdacht. Nun werde ein psychiatrisches Gutachten erstellt, das die Zurechnungsfähigkeit der Frau klären soll.

Atmung hat nicht eingesetzt 
Die 33-jährige Frau hat den Bub am Sonntag gegen sechs Uhr geboren. Laut Obduktionsbericht sei er lebend zur Welt gekommen und lebensfähig gewesen. Der Tod dürfte aber während oder unmittelbar nach der Geburt eingetreten sein, weil bei dem Neugeborenen keine Atmung eingesetzt habe. Eine krankheitsbedingte Todesursache konnte nicht festgestellt werden.

Die Mutter gab später an, sie sei vom Bett aufgestanden und von der Geburt überrascht worden. Danach habe sich erschöpft wieder hingelegt. Der 40-jährige Vater erklärte gegenüber der Polizei, er habe von der Geburt überhaupt nichts mitbekommen. Erst Stunden später sei er aufgewacht und er habe die Rettung angerufen.

Vater mangels Tatverdacht frei
Diese fand in der Wohnung den leblosen männlichen Neugeborenen. Mutter und Vater wurden festgenommen. Dienstag war der Kindesvater "mangels haftbegründenden Tatverdachts" wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

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