10.12.2007 13:17 |

Spitzenreiter Sturm

Sturm liegt nach Sieg über die Austria in Führung

Nach dem 2:1-Auswärtserfolg bei der Wiener Austria am Sonntag ist der SK Sturm Graz wieder dort aufgetaucht, wo ihn seine leidgeprüften Fans seit langem sehen wollen: ganz oben in der Tabelle! Dort stand der Traditionsclub in einer wichtigen Phase der Meisterschaft zum letzten Mal in der Saison 1998/99 - und wurde schließlich Meister. Ein bedeutungsloses Mini-Intermezzo gab es in der Saison 2005/06. Allerdings nur für eine Runde und das bei erst zwei gespielten Runden.

"Spitzenreiter, Spitzenreiter!" Vor allem die jungen Grazer Spieler machten im Kabinengang des Horr-Stadions aus ihrer Freude keinen Hehl. Dank des Erfolgs am Verteilerkreis sind die "Blackies" bereits seit sieben Spielen ungeschlagen (4 Siege, 3 Remis) und dürfen erstmals die Früchte der in den vergangenen Monaten geleisteten kontinuierlichen Arbeit ernten. Der Konkurs, vor dem man im Herbst 2006 gestanden war, scheint vergessen.

"Die Spieler entwickeln sich gut", lobte Graz-Trainer Franco Foda sein Team, das den erst zweiten Auswärtserfolg der Saison errungen hatte. "Sie haben in den letzten Spielen Selbstvertrauen getankt. Wenn du hier bei der Austria in Rückstand gerätst, ist es natürlich schwer. Aber sie haben sich dann sehr gut präsentiert."

Jetzt wartet Salzburg
Klaus Salmutter, der den Veilchen mit dem Treffer zum 2:1 den "Todesstoß" versetzt hatte, präsentierte sich selbstbewusst, gelobte aber, auf dem Boden zu bleiben: "Wir gehen mit dem richtig um. Wir werden sicher nicht abheben und jetzt eine Woche durchtschechern." Im Hinblick auf das abschließende Spiel der Herbstsaison gegen Salzburg am kommenden Samstag wohl der einzig richtige Entschluss.

Zellhofer regt vor allem der Schiri auf
Austria-Coach Georg Zellhofer gab sich trotz der ersten Bundesliga-Heimniederlage in der laufenden Saison - zuletzt war es im Mai 2007 ebenfalls Sturm, das in Favoriten reüssierte - gelassen: "Den einzigen Vorwurf, den ich der Mannschaft machen kann, ist eine gewisse Naivität bei den beiden Treffern. Ein schwerer Abwehrfehler und ein gesamtes Abwehr-Nickerchen reichen, um Sturm 2:1 in Führung zu bringen." So sehr er seine eigenen Spieler in Schutz nahm, so sehr erregte Zellhofer aber die Leistung von Schiedsrichter Robert Schörgenhofer : "Das war eine mittlere Katastrophe", meinte Zellhofer.

"Das Glück ist derzeit nicht auf unserer Seite", stellte Austrias Verteidiger Johannes Ertl fest. Gleichzeitig warnte er aber davor, die Austria abzuschreiben: "Wir haben immer gesagt, wir spielen vorne mit. Und zur Zeit ist es sehr eng an der Spitze. Die Meisterschaft geht noch lange."

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