07.12.2007 19:13 |

Tragische Serie

Wieder zwei tote Säuglinge in Deutschland

Ein Ende der Gewalt gegen Babys und Kleinkinder scheint derzeit nicht in Sicht. Einen Tag nach dem Auftauchen von acht Kinderleichen sind in Deutschland schon wieder zwei tote Babys entdeckt worden. In Berlin ist ein sechs Wochen altes Mädchen neben seiner Mutter verdurstet, nachdem diese offenbar an Drogen gestorben war. Im deutschen Bundesland Thüringen brachte eine 27 Jahre alte Mutter ein Kind im Badezimmer zur Welt und versorgte es dann nicht. Sie informierte eine Mütterselbshilfegruppe, die daraufhin die Polizei rief.

Die sofort alarmierten Rettungskräfte fanden in der Wohnung neben der Mutter den leblosen Körper eines offensichtlich unterkühlten Säuglings. Vermutlich musste das Kind sterben, weil es nach der Geburt nicht entsprechend versorgt wurde.

Nach ersten Ermittlungen hatte die 27-Jährige das Kind irgendwann am Donnerstag im Bad ihrer Wohnung zur Welt gebracht. Gegen sie wurden Ermittlungen wegen Totschlags durch unterlassene Hilfeleistung eingeleitet. Die Frau hat bereits einen neunjährigen Sohn, der zum Zeitpunkt der Geburt sogar mit einem befreundeten Buben in der Wohnung gewesen sein soll.

Neben seiner toten Mutter verdurstet
In Berlin ist ein Baby neben seiner 24 Jahre alten Mutter verdurstet, die offenbar an Drogen gestorben war. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, hieß es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Die Frau hatte frische Einstichspuren an den Armen.

Der Jugendstadtrat von Charlottenburg-Wilmersdorf, Reinhard Naumann, berichtete, die Frau habe seit dem Jahr 2004 in Berlin gelebt. Sei sei HIV-positiv und mit Hepatitis B infiziert gewesen. Wegen der Erkrankungen sei die 24-Jährige und ihr Baby im Universitätsklinikum Charite medizinisch betreut worden. Der Mutter sei dabei eine "gute Prognose" gestellt worden.

Schwarze Kindermord-Serie geht weiter

Erst am Mittwoch waren in dem Dorf Darry in Schleswig-Holstein fünf Leichen von drei bis neun Jahre alten Buben entdeckt worden. Die Mutter ist dringend tatverdächtig. In Plauen in Sachsen waren kurz zuvor die Leichen von drei Neugeborenen gefunden worden. In Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern war im November ein fünfjähriges Mädchen in der Wohnung ihrer Eltern jämmerlich verhungert.

Symbolbild

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