So, 23. September 2018

Kein Mail mitlesen

23.10.2007 20:23

Staats-Spionagetricks Firmenchefs nicht erlaubt

Mit „Trojanern“ darf sich die Polizei bald via Internet auf Privatcomputer einloggen und Dateien und Mailpost ausspionieren. Doch was trotz Widerstandes der Datenschützer dem Staat erlaubt werden soll, ist Firmenchefs nicht gestattet: Sie dürfen Mails von Angestellten nicht lesen - zumindest nicht immer…

Der Wunsch staatlicher Sicherheitsdienste, sich nach Belieben in Privat- oder Firmencomputer einloggen zu dürfen, sorgte bereits in den USA, aber auch in Deutschland für einigen Wirbel. Um Spionageprogramme - so genannte „Trojaner“ - auf fremden Rechnern installieren zu können, müssen „Firewalls“, die Angriffe durch Unbefugte verhindern sollen, umgangen werden. Deshalb wurden Firmen, die solche Sicherheitsprogramme herstellen, aufgefordert, für die Polizei Schlupflöcher einzubauen!

Private hingegen - also auch Firmenchefs - machen sich strafbar, wenn sie derartige „Lauschangriffe“ starten. Anekdoten der letzten Party, Liebesgeständnisse, zweideutige Fotos - so viel wird Tag für Tag per Internet verschickt, einiges davon auch vom Firmen-PC aus. Viele befürchten nun, dass der Chef künftig mitliest. Doch solche Kontrollen müssen zuvor mit dem Betriebsrat besprochen werden. Private, die „Trojaner“ zum Festplattenscannen verschicken, müssen mit Klagen rechnen.

 

 

Symbolfoto: Peter Tomschi

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.