Mo, 18. Juni 2018

Komatrinken

21.10.2007 14:25

Schüler retten zwölfjährigen Komasäufer

Und wieder ein Fall von Komatrinken, diesmal in Kärnten. Zwei Schüler fanden Freitagabend in Wolfsberg einen erst Zwölfjährigen, der bewusstlos im Uferbereich der Lavant lag - mit den Füßen im eiskalten Wasser des Flusses. Der Bub musste ins LKH eingeliefert werden. Woher er den Alkohol hatte, ist noch ungeklärt.

Der Zwölfjährige hatte, vermutlich mit zwei Freunden, im Bereich der Lavantbrücke im Wolfsberger Stadtteil Priel getrunken. Ein Polizist: "Wir nehmen an, es war ein Wodka-Mischgetränk. Wir haben auf der Uferböschung mehrere leere Flaschen gefunden."

Der Bub dürfte dann zum Ufer hinuntergetorkelt sein und ist bewusstlos zusammengebrochen. Zwei Schüler, die zufällig vorbeikamen, zogen den leblosen Körper über die Böschung bis zu einem Radweg und verständigten sofort die Rettung. Der Zwölfjährige wurde vom Notarzt erstversorgt und in das LKH Wolfsberg eingeliefert. Seine beiden Saufkumpane, die ihm nicht geholfen haben, hatten sich noch kurz vor dem Eintreffen des Roten Kreuzes aus dem Staub gemacht. Woher die Mischgetränke stammten, ist noch unklar. Ein Polizist: "Wir konnten den Schüler noch nicht einvernehmen."

Erst vor einer Woche war auf dem Kolonimarkt in Wolfsberg ein völlig betrunkener 14-Jähriger bewusstlos aufgefunden worden. Und im Juni haben Rot-Kreuz-Sanitäter auf dem Wolfsberger "Schönsonntagmarkt" eine 14-jährige "Komatrinkerin" ins Spital gebracht. Sie hatte 1,98 Promille Alkohol intus!

von Martin Radinger, Kronen Zeitung

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