Mo, 16. Juli 2018

Korruption stoppen

20.10.2007 18:51

Was die Bürger von der EU verlangen!

Die "EU-Schlacht von Lissabon" ist geschlagen, Staats- und Regierungschefs feierten sich selbst und den EU-Vertrag mit Sekt bzw. Champagner, doch in ganz Europa macht sich bei den Bürgern große Skepsis breit. Deshalb untersuchte das IMAS-Institut im Auftrag der "Krone", was speziell die Österreicher von dieser EU jetzt verlangen.

Die drei wichtigsten Ergebnisse dieser repräsentativen Meinungsumfrage (Sample 1370) auf einen Blick zusammengefasst:

  • 71% der Österreicher schließen sich der Forderung an, dass der Korruption und Verschwendung von Steuer geldern in Brüssel endlich ein Riegel vorgeschoben wird.
  • 62% unterstützen Bestrebungen in der EU, wonach verhindert werden soll, dass die Türkei Mitglied der EU wird. Diese ablehnende Haltung der Österreicher hat sich seit April extrem verstärkt - damals waren "nur" 53% gegen eine EU-Mitgliedschaft der Türken.
  • In Form einer Volksabstimmung über wichtige EU-Probleme mitreden wollen 59% der Österreicher. Solche Volksabstimmungen sollten in allen EU-Ländern stattfinden.

Wie weit die Meinungen unserer Politiker von der der Bevölkerung in Sachen EU abweichen, zeigt eine weitere IMAS-Umfrage:

  • Nur 28% der Österreicher meinen rückblickend, unser EU-Beitritt habe dem Land Vorteile gebracht, 47% sind der Ansicht, dass die Nachteile überwiegen.
  • Bei den Politikern ist die Lagebeurteilung so, dass 87% von ihnen Vorteile in der EU-Mitgliedschaft Österreichs sehen, nur 7% glauben an Nachteile.

Bundeskanzler Gusenbauer hatte diese Diskrepanz zuletzt damit zu erklären versucht, indem er meinte, Europa habe zwar große Reichtümer angehäuft, die Bürger Europas seien aber frustriert, weil sie nichts davon hätten. Gusenbauer über die EU: "Der Schlüssel muss sein, dass es künftig eine gerechtere, faire Verteilung gibt."

Von Peter Gnam, Kronen Zeitung

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